Endlich erfolgreich am Chiemsee…

Der Eberl Chiemsee Triathlon ist wirklich ein, in Deutschland, einzigartiges Rennen. Es ist professionell aber dennoch herzlich und familiär organisiert und alle Athleten bekommen ein tolles Wettkampfwochenende geboten. Man spürt, wie die Gemeinde Chieming sowie die gesamte Region hinter dem Wettkampf stehen. Trotz des diesmal schlechten Wetters am Sonntag, waren wieder viele Zuschauer an der Strecke. Zudem sorgt ein gut gefüllter Preisgeldtopf immer wieder für ein hochkarätiges Profifeld.

Leider wurde ich Anfang letzter Woche krank und hatte meinen erneuten Chiemsee-Start schon für abgehakt gesehen, da es mir wirklich richtig mies ging. Dank ein paar Tagen konsequenter Ruhe, viel Schlaf, Orthoflor immun und Ingwer wurde ich, zum Glück, wieder rechtzeitig fit.

Bis Sonntag hatte ich ein eher zwiespältiges Verhältnis zum Chiemsee Triathlon, da mir hier noch nie ein wirklich gutes Rennen gelungen war. Das hat sich jetzt geändert. Über die Distanz von 2 km Schwimmen, 82 km Radfahren und 20 km Laufen konnte ich nach 3:46 h hinter dem frisch gebackenen Europameister Michael Raelert, dem zweifachen Chiemsee Triathlon Champion Thomas Steger aus Österreich sowie Team Mohrenwirt Profi Markus Fachbach den 4. Platz erkämpfen. Meine Bestzeit auf der anspruchsvollen Strecke, die seit der ersten Austragung 2012 gleich ist, habe ich dabei, trotz der schwierigen Wetterbedingungen, um 9 min verbessert.

Stichwort Wetter: Nach zwei Hitzeschlachten bei den letzten beiden Rennen wurde es dieses mal wieder, nicht nur im Wasser, nass. Pünktlich zum Start um 9 Uhr zog ein Sturm auf, der dem Chiemsee seinen Spitznamen “Bayrisches Meer” alle Ehre machen ließ. Denn Wellen gab es beim Schwimmen dann wie auf hoher See. Ich kam mit den Bedingungen aber gut zurecht und stieg nach etwas mehr als 26 min mit der ersten Gruppe aus dem Wasser. Nur Michael Raelert war ca. 1:20 min vorraus.

Am Rad machte Thomas Steger direkt richtig Druck und setzte sich etwas ab. Ich führte dann den Rest der Gruppe an und fuhr mein Tempo, was allerdings nur Markus Fachbach folgen konnte. Nach ca. 20 km fuhr Markus an mir vorbei, sagte “lass uns mal versuchen wieder zu Thomas vor zu fahren…” und gab Gas. Da ich an diesem Tag nicht die besten Radbeine hatte, konnte ich ihm im fairen Abstand nicht folgen und entschied mich, mein eigenes Tempo weiterzufahren. Im strömenden Regen war ich für den Rest des Radparts auf mich allein gestellt und hat ziemlich mit mir selbst und den Bedingungen zu kämpfen. Trotz allem konnte ich, mit einem knappen 40er Schnitt, eine ordentliche Radleistung abliefern und ging an 4. Stelle mit ca. 2:30 min Rückstand auf das Podium zum Laufen.

Die 20 km Laufstrecke am Chiemsee verteilt sich auf 4 Runden und hat einige knackige Anstiege zu bieten. Es lief wieder richtig gut, ich konnte Runde für Runde Zeit nach vorn gut machen und meinen Vorsprung auf den österreichischen Olympiastarter Andreas Giglmayer an Platz 5 vergrößern. Mit 1:12 h legte ich die drittschnellste Laufzeit des Tages hin und hatte im Ziel nur 53 sec Rückstand auf das Podium.

Auch wenn es am Ende knapp nicht für das Treppchen gereicht hat, bin ich zufrieden mit meiner Leistung und meinem, mit Abstand, bisher besten Rennen am Chiemsee. Mein gesamter bisheriger Saisonverlauf zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin und Stück für Stück besser werde. Vor allem bin ich froh, dass sich die viele Arbeit im Schwimmen auszahlt und ich immer auf einen guten Lauf am Ende vertrauen kann. Nach ein paar entspannten Tagen werde ich jetzt die finale umfangreiche Vorbereitung für den IRONMAN Hamburg am 13. August beginnen.

P.S.: Nicht nur ich konnte am Wochenende ein erfolgreiches Rennen absolvieren, auch die von mir trainierten Athleten haben ordentlich abgeliefert. Marc wurde mit neuer persönlicher Bestzeit über die Mitteldistanz gesamt 11. und 2. in der Altersklasse beim O-See-Triathlon in Uelzen, Jonas konnte am Chiemsee über die Kurzdistanz seine Altersklasse gewinnen während Udo im gleichen Rennen AK 2. wurde. (Er fährt nach wie vor mit Laufschuhen auf einem ganz normalen Rennrad ohne jeglichen Aero-Schnickschnack und lässt trotzdem noch 31 Starter der AK 50 hinter sich!!) Zudem platzierte sich Christian bei seiner ersten Mitteldistanz am Werbellinsee mit der 6. Laufzeit direkt in der ersten Hälfte aller Teilnehmer und Olaf konnte am Rothsee über die olympische Distanz mit einer starken Leistung den 95. Gesamtplatz von über 800 Startern erreichen. Herzliche Gratulation an alle! Es macht echt Spaß mit Euch zu arbeiten!

Marc
Jonas

Angekündigt und abgeliefert!

Ich hatte mir für den IRONMAN 70.3 Kraichgau die Top 5 vorgenommen und bin gestern als 4. glücklich in Bad Schönborn ins Ziel gekommen. Ich denke das passt! 😉

Der Rennverlauf war allerdings doch etwas anders als von mir erwartet. Ich wusste, dass ich meine Schwimmform im Gegensatz zum letzten Jahr deutlich steigern konnte, aber dass ich als Zweiter, mit nur 1:30 min, Rückstand auf Markus Rolli aufs Rad steigen und dabei zahlreiche gute Schwimmer hinter mir lassen würde, hätte ich nicht gedacht.

Die, mit knapp 1000 Höhenmetern, gespickte Radstrecke durch das „Land der tausend Hügel“ begann auf den ersten ca. 15 km noch sehr flach. Ich legte mit einem ordentlichen Tempo los und konnte mich bis Kilometer 10 an Zweiter Stelle behaupten. Dann kam der mehrmalige Weltmeister auf dieser Distanz, Sebastian Kienle, vorbei geflogen. Ein paar Kilometer konnte ich ihn noch auf Sichtweite halten, mit Beginn der ersten Steigungen war er aber bald verschwunden. Knapp hinter mir befand sich die erste größere Gruppe mit, unter anderem, Markus Fachbach, Florian Seifert, Marc Dülsen und dem Niederländer Bas Diederen.


Beim ersten längeren Anstieg attackierte Marc direkt und fuhr davon. Auch Thomas Hellriegel und Bas Diederen setzen sich etwas ab, ich konnte zu diesem Zeitpunkt hier noch nicht ganz folgen, so dass ich die nächsten Kilometer mit dem Rest der Gruppe absolvierte. Etwa bei Kilometer 30 sah ich an einem weiteren längeren Anstieg, dass wir Hellriegel und Diederen wieder näher gekommen waren. Ich erhöhte das Tempo und holte die beiden ein. Aus unserer Gruppe konnte mir niemand weiter folgen.


Ich fühlte mich gut, setze mich an die Spitze unserer kleinen dreiköpfigen Fahrgemeinschaft und hielt diese Position für den größten Teil der restlichen Radstrecke. Unterwegs erfuhr ich von Zuschauern, dass der Abstand zu Platz 3 immer konstant zwischen 1:30 min und 1:45 min lag. Das war natürlich motivierend. Im letzten langen Anstieg konnte ich eine kleine Lücke zu meinen beiden Mitstreitern reißen, diese auf den abschließenden schnellen 10 Kilometern noch etwas ausbauen und wechselte schließlich mit etwa einer Minute Vorsprung auf Bas Diedern als 4. auf die Laufstrecke.


Der Abstand zum drittplatzierten Mark Dülsen lag nach wie vor bei etwa 1:45 min. Ich hatte, schon gewohnt, gute Laufbeine und ging den Halbmarathon noch mit Aussicht auf eine Podiumsplatzierung flott an. Die „Hawaii-artigen“ Bedingungen mit extremer Hitze und einem heißen Wind sowie die anspruchsvolle und unrhythmische Laufstrecke machten allen Athleten zu schaffen.


Ich lief ein gutes Tempo, aber auch Marc zeigte eine starke Leistung und gab sich keine Blöße, so dass wir uns am Wendepunkt immer an der gleichen Stelle begegneten. Mit der drittschnellsten Laufzeit des Tages konnte ich schließlich meinen 4. Platz sicher ins Ziel bringen und den Abstand auf den fünftplatzierten Bas Diederen auf über drei Minuten vergrößern. Gratulation an Marc Dülsen und Markus Rolli zu Platz 3 und 2! Es hat echt Spaß gemacht mit solch sympathischen und fairen Athleten um die Podiumsplätze zu kämpfen. Und natürlich Hut Ab vor Sebastian Kienle für seinen souveränen Sieg. Er stellt zur Zeit zusammen mit ganz wenigen anderen Athleten einfach die absolute Weltspitze in unserem Sport dar.


Auch wenn es noch nicht zum Podium gereicht hat bin ich natürlich super happy über mein bisher bestes IRONMAN 70.3 Rennen und freue mich, dass sich die harte Arbeit endlich auszahlt. In zwei Wochen stehe ich wieder beim Chiemsee Triathlon am Start und werde dort auch um das Podium kämpfen.

P.S.: Danke an Marcel Hilger für die tollen Bilder!!

Zahlenspiele vor Kraichgau

In wenigen Tagen stehe ich zum ersten mal im “Land der 1000 Hügel” beim IRONMAN 70.3 Kraichgau an der Startlinie. Nach dem Rennen in Linz war ich schnell erholt und konnte noch einen ordentlichen Trainingsblock erfolgreich absolvieren. Die Werte und Zeiten sind hervorragend, ich bin richtig fit und freue mich unheimlich am Sonntag wieder Gas geben zu können. Ein erneute Top-5-Platzierung ist das klare Ziel!

Denn auch sonst stehen die Vorzeichen sehr gut: Ich gehe am 11. Juni mit der Startnummer 11 ins Rennen. Ich habe am 11. März Geburtstag, meine Frau Kathrin am 11. November (11.) und unser Hochzeitstag ist am 11. Juli. Eigentlich bin ja nicht abergläubisch, aber bei so vielen “11ern” muss es ja einfach ein großartiger Wettkampf werden! 😉

Bis dahin… Ruhe bewahren und Tee (Kaffee) trinken.

Um ein Haar…

.. bin ich heute zum wiederholten Male einem schweren Unfall entgangen. Seitdem ich wieder in Deutschland bin, vergeht kaum ein Radtraining, bei dem ich nicht unverschuldet in äußerst kritische Situationen gekommen bin.

Bereits am 12. Mai, also kurz vor meiner Wettkampfreise nach Österreich, nahm mir ein Autofahrer in Roßla die Vorfahrt und touchierte mich am Hinterrad. Zum Glück kam dabei nur das Rad zu Fall und zu Schaden. Kaum zurück passierte ein ähnliches Szenario am 31. Mai in Kelbra: diesmal nahm mir ein Wohnmobil die Vorfahrt und fuhr fast in mich hinein.

Einen Tag später wurde es dann noch heftiger: Beim Radtraining traf ich meinen ORTHIM-Teamkollegen Dennis Morgenstern und wir fuhren ein Stück zusammen. Auf der, relativ schmalen, Landstraße zwischen Rottleberode und Berga (eine sehr beliebte Strecke bei den Nordhäuser Triathleten) radelte Dennis direkt hinter (!) mir, als uns ein VW Golf GTI bei direktem Gegenverkehr mit abartiger Geschwindigkeit überholte. Das entgegenkommende Fahrzeug musste eine Notbremsung machen, die Reifen quietschten und qualmten und das Auto fuhr fast in den Graben. Hätte der Fahrer nicht so reagiert, wäre es hier wohl zum bösen Crash gekommen! Der GTI überholte das nächste Fahrzeug vor uns und raste davon… Als wäre das nicht genug gewesen, kam es ca. fünf Minuten später zu einer ähnlichen, aber zum Glück nicht ganz so dramatischen, Situation. Diesmal überholte ein Kombi bei Gegenverkehr. Ich will mir gar nicht ausmalen, was mit uns Radfahrern passiert wäre, wenn es in einer der beiden Situationen wirklich zum Unfall gekommen wäre…

Und heute dann der nächste Streich: Auf dem Heimweg einer dreistündigen Einheit kommt mir zwischen Heringen und Windehausen ein LKW entgegen. Plötzlich zieht dahinter ein VW Sharan auf meine Spur, setzt zum Überholen an und zieht durch. Mir blieb nichts anderes übrig als mit knapp 40 kmh in den Straßengraben auszuweichen. Einen Sturz konnte ich zum Glück vermeiden.

Mit dem Giro-d’Italia-Sieger Michele Scarponi, Profi-Triathletin Julia Viellehner und Motorrad-Weltmeister Nicky Haiden hat das Jahr 2017 bereits mehrere prominente Opfer, die beim Rennrad-Training ums Leben gekommen sind, aufzuweisen. Die Zahl der weniger bekannten Todesfälle will ich lieber gar nicht wissen…

Ich fahre auffällig gekleidet, versuche so aufmerksam wie möglich zu sein und keine anderen Verkehrsteilnehmer zu provozieren. Das ist aber schon mehr oder weniger alles, was wir als Radfahrer tun können. Wir brauchen einfach ein Miteinander und gegenseitigen Respekt im Straßenverkehr. Egal ob im Auto, LKW, Bus, Traktor, auf dem Motorrad, Mofa, Fahrrad oder auch zu Fuß. Oder sollen wir uns alle Dashcams an die Lenker binden und jede “Nötigung”, wie es im Gesetzbuch heißt, zur Anzeige bringen. Vielleicht würde es helfen den Radfahrern mehr Respekt zu verschaffen…

1,5 m Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern sind gesetzlich vorgeschrieben. Aber kann man das kontrollieren? Wie kann man es kontrollieren? Vielleicht können sich darüber die Menschen, die sich ständig neue fiese Blitzerstandorte ausdenken, die natürlich in jedem Fall der Verkehrssicherheit dienen, auch mal Gedanken machen. Denn wir, Triathleten, Rennradfahrer, Mountainbiker, Freizeitradler … werden weiter draußen fahren. Und wir wollen uns dabei sicher fühlen!

In diesem Sinne: Share the Road!

Auf Regen folgt Sonnenschein…

Das galt nicht nur für das Wetter, sondern auch für meine Wettkampfleistungen an den vergangen beiden Wochenenden. Während ich beim Ironman 70.3 St. Pölten bei Regen und Kälte noch keine gute Leistung abrufen konnte, klappte es beim Linztriathlon bei Sonnenschein und 30 Grad sehr gut und ich konnte bei meinen zweiten Triathlon in diesem Jahr meinen ersten Saisonsieg feiern.

Nach meinem bakteriellen Infekt hielt ich mir lange offen, ob ich überhaupt beim Ironman 70.3 St. Pölten starten würde. Wie geplant ging es einige Tage vorher nach Fuschl am See zum Hotel Mohrenwirt, wo ich bei perfekten Bedingungen viele Kilometer abspulte um die Form nach der Krankheitspause wieder zurück zu holen. Ich entschied mich schließlich aus dem Training heraus in St. Pölten zu starten, um bei dem starken Feld zu schauen wo ich stehe und zusätzlich eine harte Einheit zu absolvieren.

Bei katastrophalen Wetterbedingungen erwischte ich leider keinen guten Tag. Im, für mich, ersten Freiwasserschwimmen des Jahres konnte ich meine guten Trainingsleistungen im Becken noch nicht ganz im Wettkampf bestätigen. Der Rückstand auf die Spitze hielt sich mit 2:30 min dennoch im Rahmen und zeigte schon eine kleine Verbesserung zum letzten Jahr.

Nachdem ich zu Beginn des Radfahrens auf dem Regennassen Asphalt weggerutscht und beinahe in eine Mauer gefahren bin, wollte ich das Rennen schon hinschmeißen, kämpfte mich aber trotzdem frierend und zittern und mit äußerster Vorsicht über die anspruchsvolle Radstrecke. Beim Wechsel zum Laufen, kämpfte ich mit eiskalten Fingern eine gefühlte Ewigkeit mit Socken und Schuhen. Nach einem flotten, aber relativ entspannten, Halbmarathon kam ich schließlich als 17. von 40 gestarteten Profis ins Ziel und war zufrieden das Rennen unter diesen Umständen gefinished zu haben. Nach dem Wettkampf fuhren wir wieder nach Fuschl am See, wo ich noch einige Einheiten zur Vorbereitung des sechs Tage später anstehenden Linztriathlons absolvierte.  Mit dem Sieger von St. Pölten, Nils Frommhold, hatte ich dabei teilweise eine prominente Begleitung. Vom Wettkampf war ich schnell erholt, ich fühlte mich richtig fit und freute mich auf das nächste Rennen.

Am Donnerstag machten wir uns auf den Weg nach Linz, damit ich dort am Freitag die Laufstrecke besichtigen und die 45-km-Radrunde abfahren konnte. Auf der, mit 900 Hm und einigen technischen Passagen, sehr anspruchsvollen Radstrecke, ist Streckenkenntnis definitiv wichtig. Der Start erfolgte dann am Samstag erst um 12 Uhr mittags. Das ist einerseits natürlich cool, da man ausschlafen und alle Vorbereitungen in Ruhe absolvieren kann. Auf der anderen Seite musste man an diesem Tag mit Temperaturen um die 30 Grad und prallem Sonnenschein zurechtkommen. Mir war es definitiv lieber als das eiskalte Wetter eine Woche zuvor.

Das Schwimmen im 20 Grad warmen Pleschinger See war angenehm und ich konnte mich direkt am Start zusammen mit dem slowakischen Olympiateilnehmer Pavel Simko und einem Staffelschwimmer an die Spitze des Feldes setzen. Ich verlor zwischenzeitlich etwas den Anschluss, konnte aber auch allein das Tempo hoch halten und stieg mit nur 11 Sekunden Rückstand als dritter aus dem Wasser. Am Rad verpasste ich, trotz Streckenkenntnis, nach wenigen Kilometern eine Abbiegung und verlor etwas Zeit. Den Rest der Strecke absolvierte ich mit dem österreichischen Profi Stefan Hehenwarter. Wir arbeiteten fair zusammen und fuhren ein hohes Tempo. Simko legte jedoch ein Höllenritt hin und ich ging, nach einem schnellen Wechsel, als Zweiter mit über 4 min Rückstand auf die etwas zu lange Halbmarathonstrecke.

Die Beine waren gut und ich legte direkt mit einem hohen Tempo los. Nach 8 km war sein Vorsprung bereits auf 1:30 min geschrumpft und nach 12 km übernahm ich schon die Führung. Von da an war ich mir siegessicher, lief das Rennen kontrolliert zu Ende und gewann nach Laufbestzeit schließlich mit 4:30 min Vorsprung.
Nicht nur der erste Platz sondern vor allem meine eigene Leistung und mein Gefühl im Wettkampf stimmen mich zuversichtlich und motivieren für die nächsten Aufgaben. Es zeigt mir außerdem, dass mein selbst geplantes Training gut anschlägt und ich auf dem richtigen Weg bin. Auch energetisch bin ich in den ersten Wettkämpfen mit Honeypower sehr gut zurechtgekommen und hatte keinerlei Probleme. Mit dem Ironman 70.3 Kraichgau und dem Chiemsee Triathlon stehen jetzt im Zwei-Wochen-Rhythmus weitere Highlights auf dem Plan, bevor ich anschließend eine intensive Trainingsphase für den IRONMAN Hamburg am 13. August absolvieren werde.

Bericht Thüringer Allgemeine 

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Foto: Manfred Binder

Dann mal los…

Nach dem Wochenende beim DTU-Jugend Cup in Forst,wo ich unsere Thüringer Landeskader-Athleten betreut habe, bin ich nach Österreich zum Hotel Mohrenwirt am Fuschlsee gestartet, um bei, einmal mehr, perfekten Bedingungen nochmal kräftig an der Form zu feilen. Der Wiedereinstieg ins Training war nach meinem Infekt doch recht schwerfällig, mittlerweile läuft es aber wieder ziemlich gut.
 
Nichtsdestotrotz werde ich am Sonntag nach einem “Mini-Tapering” beim IRONMAN 70.3 St. Pölten starten und diesen als Formcheck und harte Trainingseinheit nutzen. Das Rennen ist wahnsinnig stark besetzt, ich werde einfach mein Bestes geben und dann schauen wozu es schon reicht.
 
Eine Woche später geht es direkt weiter mit dem LINZTRIATHLON bevor am 11. Juni der Pflüger Triathlon in Harsewinkel auf dem Programm steht.
 

Erstens kommt es anders…

Eigentlich wollte ich gestern beim Duathlon in Jena starten und meinen zweiten Platz aus dem Vorjahr verbessern. Bis vor einer Woche war ich mir auch sicher, dass das gelingen würde, denn das Training lief super. Ich war richtig gut drauf und freute mich auf das Rennen.

Am Montag machten sich jedoch zunehmende Schmerzen im “Männerbereich” bemerkbar zu denen sich später noch Abgeschlagenheit und Schwäche gesellten. Da es am Dienstag eher noch schlechter als besser wurde stellte ich mich am Mittwoch Morgen bei meiner Urologin vor, die eine bakterielle Infektion im Nebenhoden diagnostizierte. Therapie: Eine Woche Antibiotika und viel Ruhe! Also genau das, was ein Triathlet zu diesem Saisonzeitpunkt hören will… Ursache: Unbekannt! Die Bakterien hat jeder Mensch im Körper und es kann aus verschiedensten Gründen, bspw. Kälte (warm war es ja in den letzten Wochen nun wirklich nicht), zu solch einer Infektion kommen.

Mit Krankheiten und Rückschlägen professionell und verantwortungsvoll umzugehen gehört einfach zum Sport, und in meinem Fall auch zum Job, dazu. Es bringt nichts mit Infekten, jeglicher Art, oder bei Antibiotika-Einnahme weiterzutrainieren, sei es auch nur “locker”. In den allermeisten Fällen ist die beste und effektivste Therapie einfach konsequente Ruhe und Schonung. Alles andere verlängert nur die Heilungsphase und kann schwerwiegende Folgen haben. Ich fahre schon lange sehr gut mit dieser Einstellung, werde Infekte dadurch meistens schnell und ohne Komplikationen wieder los. Unterstützend setze ich gezielt verschiedene Produkte von ORTHIM, wie z.B. Orthoflor immun zur Stärkung des Immunsystems ein.

Leicht fällt es mir natürlich trotzdem nicht, die Füße still zuhalten, ganz im Gegenteil. Ich denke, jeder ambitionierte Sportler kann das gut nachvollziehen. Man trainiert wochenlang zwei bis drei Einheiten am Tag, wird Stück für Stück besser, fühlt sich topfit… und dann scheinen ein paar Tage ohne eine Minute sportlicher Aktivität das alles wieder zunichte zu machen. Man fühlt sich zunehmend schlapp, träge, fett und kann sich gar nicht mehr vorstellen 5 Stunden und mehr am Tag zu trainieren. Bis schließlich wieder die erste Einheit absolviert wird. Meistens fühlt man sich frisch, nach ein paar km läuft es gut und es war ja doch alles nicht so schlimm…

Und das sollte man sich immer wieder vor Augen halten. Lieber zwei Tage zu viel Pause als einen zu wenig! Alles wird gut! 😉

P.S.: Ob ich beim IRONMAN 70.3 St. Pölten starten werde oder eher, so wie für den jetzigen Zeitraum eigentlich geplant, noch einen umfangreichen Trainingsblock mit Radschwerpunkt absolviere, werde ich in den nächsten Tagen entscheiden. Am kommenden Wochenende bin ich auf jeden Fall beim DTU Jugendcup in Forst vor Ort und werde unsere Thüringer-Landeskaderathleten bestmöglich unterstützen!

 

Mal eben Marathon…

Gestern habe ich im Rahmen eines weiteren Trainingslagers in Rostock beim Darß Marathon teilgenommen und konnte die “Königsdisziplin” über 42,2 km auch direkt in 2:43 h gewinnen.

In Rostock habe ich nun schon mehrere Wochen meiner Vorbereitung absolviert, da ich hier, dank der TG triZack Rostock, ideale Trainingsbedingungen und starke Trainingspartner habe. So geht es beispielsweise jeden morgen 6 Uhr in der 50-m-Halle des Neptun-Schwimmbads, unter anderem mit Andy Raelert, ordentlich zur Sache. Dadurch konnte ich in meiner “schwachen” Disziplin einen ordentlichen Sprung nach vorne machen. Ich werde folglich in diesem Jahr auch das ein oder andere Liga-Rennen für das TriTeam triZack starten.

Am vergangenen Freitag habe ich zu besagter Trainingszeit vom Darß Marathon am Sonntag erfahren. Da ich sowieso einen langen Lauf absolvieren wollte, entschied ich mich spontan dort zu starten, zumal die große Runde auf der Halbinsel landschaftlich sehr reizvoll sein sollte. Mein Plan war einen soliden und konstanten Trainingslauf in einem für mich angenehmen Tempo um die 3:50 min/km zu absolvieren, ohne dabei ans Limit zu gehen um anschließend keine lange Regenerationszeit zu benötigen.


Vom Start weg konnte bzw. wollte niemand meine Pace mitgehen, sodass ich über die komplette Distanz auf mich allein gestellt war. Bis km 33 lief es trotz des stürmischen Windes und der recht anspruchsvollen Strecke richtig locker im Schnitt von 3:45 min/km. Auf den letzten Kilometern wurde es dann ziemlich zäh und ich nahm etwas Tempo raus. Mein Vorsprung war schließlich auch beruhigend. Eine kurze Toilettenpause abgezogen zeigte meine Garmin schließlich einen Schnitt von genau 3:50 min/km: Plan erfüllt!

Heute morgen ging es direkt 6 Uhr wieder ins Wasser zu einer 4,2 km langen Schwimmeinheit bevor nun für den restlichen Tag mal etwas Erholung auf dem Programm steht.

Bis zu meinem ersten “großen Rennen”, dem IRONMAN 70.3 St. Pölten, ist es nun nicht mehr lange hin. In den kommenden Wochen bis dahin werde ich Euch regelmäßig in einem jeweiligen kurzen Blog meine Sponsoren und Ausrüster sowie das Material, das ich in diesem Jahr nutze, einmal genauer vorstellen. Also schaut immer mal vorbei, wenn es Euch interessiert! 🙂

Hier noch ein Bericht zum Lauf in der Ostsee-Zeitung!

Hoher Besuch!

Bei meinem Hauptsponsor, der Fredmax GmbH, gab es heute mit dem Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow einen prominenten Gast.

Unter dem Motto “Industrie 4.0“ machte er sich ein Bild, wie bei Fredmax digitale Technik und traditionelles Handwerk kombiniert werden. Exemplarisch dafür nahm er den handgefertigten rot-rot-grünen “Bodopester“ Schuh entgegen.

Ein sehr spannender Nachmittag mit einem super lockeren Ministerpräsidenten! 🙂

http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=207198

Até logo Algarve!

Seit gestern Abend bin ich wieder zurück im, gar nicht mehr so kalten, Deutschland und konnte endlich wieder meine kleine Familie in den Arm nehmen. Das Trainingslager in Portugal war erneut sehr erfolgreich und effektiv. Auch wenn das Wetter in diesem Jahr nicht immer mitgespielt hat, konnte ich das geplante Pensum absolvieren.

Solides und ausgeglichenes Training in allen Disziplinen stand auf dem Programm und das konnte ich sehr gut umsetzen. Die Form ist mittlerweile schon richtig ordentlich und auch deutlich besser als letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt, wo ich noch mit den “Nachwehen” des verkorksten Jahres 2015 zu kämpfen hätte.

Ein großes DANKE! an dieser Stelle noch einmal an Enrico, der mich vor Ort wieder hervorragend physiotherapeutisch betreut, auch wenn das nicht immer angenehm war! 😉

Nach ein paar ruhigeren Tagen absolviere ich einen Trainingsblock daheim, bevor es am 14. März für ein weiteres Trainingslager, dieses mal mit den Jungs vom Bundesliga-Team Weimarer Ingenieure, nach Fuerteventura geht. Am Anschluss können dann die ersten Wettkämpfe kommen!

Für alle Zahlen-Begeisterten noch ein paar Werte: In 16 Tagen habe ich 35 Trainingseinheiten mit insgesamt mehr als 66 Stunden reiner Trainingszeit absolviert. Ich bin 54 km geschwommen, 1140 km Rad gefahren und 175 km gelaufen. Die längste Einheit waren 202 km auf dem Rad in einer Zeit von 6:43 h.