Mein erstes Mal…

… auf dem Podium eines IRONMAN 70.3 Rennens. Das war schon ziemlich geil! Ich wusste im Vorfeld, dass die Form super und eine Top3 Platzierung in Gdynia möglich ist. Dass ich es auch wirklich umsetzen und auf dem dritten Platz landen konnte, macht mich richtig glücklich. Zwei Wochen vor dem IRONMAN Schweden kam dieses Erfolgserlebnis jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt.

Ein paar Worte zum (spannenden) Rennverlauf:
Das Schwimmen in der, vom Wind aufgewühlten Ostsee, war solide. Ich kam in der großen Verfolgergruppe mit 1:15 min Rückstand auf die Spitzenreiter aus dem Wasser. Mein erster Wechsel war nicht wirklich perfekt und ich ging als 14. aufs Rad.

Die Radstrecke in Polen führt auf einer großen Runde durch das idyllische Hinterland, ist mit 650 hm ziemlich hügelig und windanfällig. Auf den ersten flachen Kilometern musste ich die Lücke zur Gruppe wieder schließen. Kurz vor dem ersten längeren Anstieg war ich dran und setzte mich wenig später im Anstieg an die Spitze. Nach ca. 25 km hatten wir die nächste Gruppe erreicht. Ich überlegte kurz, ob ich in der, mittlerweile ziemlich großen, Gruppe weiter mitrolle und auf meine Laufstärke setze oder aber mein eigenes Rennen weiter durchziehe. Schnell entschied ich mich für letzteres, donnerte in einem längeren Bergabstück an allen vorbei und konnte direkt eine kleine Lücke reißen. Ich schielte ab und zu nach hinten und sah, dass ich meinen Vorsprung langsam aber sicher ausbauen konnte. Also orientierte ich mich weiter nach vorn und schon bald tauchten drei weitere Athleten am Horizont auf. Ich hielt das Tempo hoch, konnte schließlich nach ca. 75 km die dritte Position übernehmen und bis zum zweiten Wechsel noch 20 sec auf den nächsten Verfolger heraus fahren. Am Ende zeigte mein Garmin Computer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 41 km/h für die exakt vermessenen 90 km an. Damit war ich ganze sechs Minuten schneller auf Radstrecke unterwegs als im Vorjahr und ging entsprechend motiviert zum Laufen.

Auch der Halbmarathon ist in Gdynia ziemlich genau vermessen und durch einige Höhenmeter und Wendepunkte nicht ganz einfach zu laufen. Ich lief kontrolliert mit einer Pace von knapp über 3:30 min/km los und fand gut in meinen Rhythmus. Der Rückstand auf Manuel Küng und Boris Stein an Platz 1 und 2 nach dem Radfahren betrug knapp 5 bzw. 4 Minuten. Ich wusste, dass wenn ich mein Tempo halten würde, bin ich vorne dabei. Nach der ersten Runde hatte Boris die Führung übernommen, Manuel war schon etwas zurück gefallen und ich machte auf beide etwas Zeit gut. Von hinten kam allerdings Christopher Hettich angeflogen und überholte mich nach ca. 9 km. Ich war schon richtig flott unterwegs, hatte aber keine Chance sein Tempo mitzugehen und konzentrierte mich weiter auf mich selbst.

Nach zwei von drei Runden betrug der Rückstand auf Manuel, der mittlerweile auch von Christopher überholt wurde, nur noch 15 Sekunden und nach ca. 16 km übernahm ich wieder Platz drei. Manuel blieb ca. 1 km lang dran, doch ich konnte noch eine kleine Schippe drauf legen und mich absetzen. Beim vorletzen Wendepunkt, knapp 3 km vor dem Ziel, sah ich, dass mein Vorsprung schon relativ groß war und ich war mir sicher, dass es reichen würde. Auf den letzten Kilometern konnte ich die tolle Stimmung bewusst wahrnehmen und lief überglücklich durch das gut gefüllte Zielstadion am Strand von Gdynia. Die Uhr blieb bei 3:53:58 h stehen. Das bedeutete nur knapp 2 min Rückstand auf Boris Stein, persönliche Bestzeit auf einer korrekt vermessenen Mitteldistanz und mit 1:13:52 h auch Bestzeit für den abschließenden Halbmarathon! Im Vorjahr hätte die Zeit für den Sieg gereicht, in diesem Jahr waren zwei Athleten einfach stärker! 😉

Meine Entscheidung, nicht beim IRONMAN Hamburg zu starten und dafür den Wettkampf in Polen noch mitzunehmen, hat sich also schon voll bezahlt gemacht. Jetzt hoffe ich, die gute Form auch auf der Langdistanz im schwedischen Kalmar am 19. August in eine gute Platzierung und Zeit umsetzen zu können. Trainiert habe ich jedenfalls entsprechend und ich freue mich auf mein zweites Rennen über 8 h plus, oder vielleicht sogar minus! 😀

Ich halte Euch auf dem Laufendem…

 

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