Von Training, 70.3 Top10 und Gedanken zur Langdistanzpremiere…

Die letzten drei Wochen waren gut gefüllt mit umfangreichen Training für meinen ersten Ironman in Copenhagen in knapp zwei Wochen. Der Fokus lag auf langen Radeinheiten, möglichst viel in Zeitfahrposition gefahren, bis zu 35 km langen Läufen und Freiwassertraining. Ich konnte alle Einheiten erfolgreich absolvieren und fühle mich körperlich definitiv gut gerüstet für den ersten “langen”.

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Als Formtest und letzte richtig harte Einheit habe ich am vergangenen Sonntag den Ironman 70.3 Polen in Gdynia (Gidingen) an der Ostsee genutzt. Zwei Tage vor dem Rennen bin ich die Radstrecke komplett abgefahren und war ziemlich begeistert, denn diese war landschaftlich sehr reizvoll und auch der Asphalt war, bis auf die ersten und letzten ca. 10 km durch die Stadt, wirklich gut. Auch die etwas wellige Laufrunde am Meer entlang und durch die Stadt war cool. Ich fühlte mich gut und freute mich auf das Rennen.

Ganz ohne Zwischenfälle lief es dann aber wieder nicht ab. Ein Defekt am Rad raubte mir am Tag vor dem Rennen noch fast sämtliche Nerven. Ich habe es bis Sonntagmorgen dann aber wieder hin bekommen und hatte schließlich ein voll funktionsfähiges und schnelles Rad in der Wechselzone stehen.

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Das Rennen selber hatte dann seine positiven als auch negativen Seiten. Im Schwimmen habe ich die erste Gruppe verpasst und schwamm hinter dem späteren 6. ein, eigentlich, etwas zu langsames Tempo. Nach ca. 1000 m setze ich mich vor ihn und zog die Pace nochmal etwas an. Als 14. der gut 30 gestarteten Profis ging ich schließlich aufs Rad.

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Das Radfahren war dann ziemlich, kontrolliert. Die Beine waren noch etwas müde und so konnte ich keine großen Akzente setzen. Trotzdem machte ich einige Plätze gut und ging mit nur etwas mehr als 3 min Rückstand auf die erste große Gruppe (Platz 4 bis 10) zum Laufen.

Erster km in 3:30 min und es lief richtig gut. Ich kam gut rein und die Beine fühlten sich fantastisch an. Ich war guter Dinge noch einige Plätze nach vorn zu laufen. Allerdings stellten sich nach etwa 3 km starke Atemprobleme ein. Ich musste anhalten, nahm Asthmaspray, atmete ein paar mal tief durch und hoffte, dass es besser werden würde. Wurde es aber nicht, sobald die Pace in Richtung unter 3:40 min/ km ging wurde es richtig schlimm. Ich kämpfte mich aber durch, wiederholte die Stehenbleiben-Asthmaspray-Atmen Prozedur noch mehrere Male und kam schließlich als 10. und trotzdem noch mit der viertschnellsten Halbmarathonzeit von 1:17:00 h ins Ziel. (die Pausen abgezogen waren es laut Garmin 1:14:34 h)

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Trotz allem macht mich diese Leistung sehr zuversichtlich für Copenhagen, zumal ich mich auf dieses Rennen nicht speziell vorbereitet habe. Und nach all den Rückschlägen in den vergangenen 70.3’s war es ja dann doch wieder ein kleiner Erfolg.

Heute war ich beim Arzt und habe mich gründlich checken lassen. Gesundheitlich ist alles tip top und die Atemprobleme waren eine starke allergische Reaktion auf irgendwelche Pollen oder ähnliches. Ich hoffe natürlich, dass diese Probleme,zumindest in diesem Ausmaß, in Dänemark nicht wieder auftreten. Aber dort muss ich ja dann auch keinen 3:30er Schnitt laufen. 😉

Wir werden bereits eine Woche vorher anreisen, damit ich mich noch mit den Wettkampfstrecken vertraut machen kann. Die Anspannung steigt langsam aber sicher…

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