70.3 Italien – Sch… wars!

Eigentlich hat mein Rennen gestern keinen großen Rennbericht verdient. Also versuche ich, mich damit möglichst kurz zu halten.

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Kurz vor Start um 12 Uhr zog ein starker Sturm auf, der das Schwimmen im dementsprechend aufgewühlten Meer zum Abenteuer werden ließ. Während wir Profis uns noch ohne Neoprenanzug durchkämpfen mussten, wurde das Schwimmen für die im Anschluss startenden Amateure vernünftigerweise gestrichen. Ich kam ganz gut durch die Wellen und stieg kurz vor Johannes Moldan (der leider später kurz vor mir auf dem Rad stürzte, Gute Besserung an dieser Stelle!!), Thomas Steger (Gratulation zum starken dritten Platz!!) und Ritchie Nicholls aus dem Wasser. Eigentlich alles sehr gute Schwimmer, trotzdem war die Spitze schon über drei Minuten weg. Sie hatten das Wellenreiten offensichtlich besser drauf.

Auf dem Rad lief es dann von Anfang an schwer und ich hatte keinen richtigen Druck. Trotzdem konnte ich bei sehr schwierigen Wetter- und Streckenbedingungen (teilweise Starkregen) drei Plätze gut machen und wechselte als 8. zum Laufen. Und ich war froh, trotz einer sehr brenzligen Situation, wo mir fast das Rad unterm Hintern weg gerutscht wäre, wieder heil angekommen zu sein.

Beim Laufen fühlten sich die Beine noch frisch an und die ersten drei Kilometer gingen relativ locker in knapp über 3:30 min/km. Die ersten vier waren bereits in weiter Ferne, mit einem ordentlichen Lauf wären aber noch einige Plätze drin gewesen. Leider machte ich, wie schon in Rimini vor zwei Jahren, einem dämlichen Anfängerfehler und nahm zu wenig Energie auf. Die letzten 10 km auf dem Rad gingen schon sehr schwer und nach 4 km war dann beim Laufen der Ofen aus. Kühles Wasser, schwere Radstrecke und regnerisches Wetter, da verbrennt mein großer Körper so einiges. Und das hätte ich eigentlich wissen müssen!

Ich schleppte mich also joggend von Verpflegungsstelle zu Verpflegungsstelle und nahm dort immer alles an ISO und Cola auf, was ging. Nach 15 km begann der Zucker zu wirken und ich konnte nochmal etwas Tempo aufnehmen. Zu der Zeit befand ich mich noch auf Platz 10. Nach 19 km wirkte es allerdings nochmal indem alles wieder hinten raus wollte. Das nächste Dixi war noch 1,5 km weg. Diese lächerliche Strecke konnte ich nur noch gehend bewältigen. Nach Erledigung des Geschäfts hatte ich noch drei Plätze verloren und joggte das letzte Stück enttäuscht ins Ziel.

Das energetische war die eine Ursache, die andere ist mental. Das verkorkste letzte Jahr ohne richtige Wettkämpfe hängt mir noch ziemlich nach. Trotz guter Trainingsleistungen mangelt es mir an Selbstvertrauen. Es ist vielleicht nicht das cleverste das hier zu schreiben, aber es ist das ehrlichste. Ich will auch gar keine Ausreden suchen, sondern Ursachen finden, dass ich bei den bisherigen Rennen noch nicht das abrufen konnte, was man von mir erwartet und was die Trainingsergebnisse auch realistisch erscheinen lassen.

Ich versuche jetzt so gut wie möglich einen Haken an das Rennen zu machen und meine Lehren, vor allem was die Energieversorgung angeht, zu ziehen. Zwei kleine positive Aspekte werde ich dennoch mitnehmen. Zum einen klappten die Wechsel recht gut, zum anderen bin ich froh mich durchgekämpft und das Rennen zu Ende gebracht zu haben.

Wir sind jetzt auf dem Weg zum Mohrenwirt im Fuschl am See, wo ich nochmal richtig für den Chiemsee Triathlon ranklotzen werde. Dort sind wir dieses Jahr mit der halben Familie am Start (Kathrin und meine Mama auf der Sprintdistanz, Schwager René und mein Papa auf Olympischen und schließlich ich auf der langen Strecke). Ebenso wird mein “Schützling” Jonas, den ich seit Anfang des Jahres als Trainer betreue auf der Sprintdistanz angreifen.

Viele bekannte Gesichter und ein toller Wettkampf, gute Rahmenbedingungen also, dass vielleicht bei mir der Knoten platzt!

Ich wollte mich kurz halten… Und doch ist es ein halber Roman geworden. Ich hoffe, es ist nicht zu langweilig. Jetzt ist auch Schluss, wir müssen weiter. 😉

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