Mein TRUMER Traum…

…wurde am Sonntag Wirklichkeit – und zwar ziemlich genau so, wie ich mir das “erträumt” hatte!

Schon die Vorzeichen waren perfekt. Nach dem, nicht zufrieden stellenden und eher “lockeren” Rennen am Chiemsee, war ich super schnell erholt und konnte es im Training gleich wieder krachen lassen. Zwei wichtige Schlüsseleinheiten gab es am Wochenende zuvor:

1. Das 2km-Saaleschwimmen in Halle am Samstag, wo ich nur mit Badehose bekleidet (mit Neoprenanzug kommt man nicht in die Wertung) im eiskalten und schlammigen Saalewasser eine saubere Performance abliefern und einen guten Reiz setzen konnte! 😉 Auch wenn ich eine Stunde danach, immer noch gezittert habe … Ein cooles Event, das echt Spaß macht!

2. Am Sonntag dann das Regionalliga Rennen in Pirna. Erstmals wurde in zwei Wellen gestartet um Windschattenfahren zu vermeiden. Naja, genützt hat das auf der 6-km-Acker-Plattenstraßen-Runde im öffentlichen Straßenverkehr nicht viel!

Ich startete in der zweiten Welle und gewann diese souverän. Trotz eines kleinen Abstechers kam ich als erster aus dem Wasser, lief dann Slalom um, in der kleinen Wechselzone verweilende, Vor-und-nach-uns-Starter, hatte nach der ersten Radrunde, angesichts deren Beschaffenheit, des KFZ-Verkehrs und deren Absicherung (ich durfte einmal schön in die falsche Richtung fahren!) schon so richtig die Schn… voll und spulte dann so material-schonend wie möglich, kaum in Aeroposition fahrend, die restlichen Kilometer ab. Auf so einer Ackerstrecke kann ich einfach nicht schnell fahren, da ist mir Gesundheit und mein Rad zu lieb! Das nächste mal nur mit Mountainbike!

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, noch immer in Pirna! Eigentlich wollte ich darüber gar nicht so viel schreiben! Aber jetzt kann ich es auch stehen lassen! 😉 Jedenfalls ging ich nach der 17.(!) Radzeit als zweiter meiner Welle zu einem 35er 10km-Trainingslauf, der dann schon nach ca. 1km ziemlich einsam und langweilig wurde … 😉

Der Tagessieg ging so am Ende an uns – Die kessen Sachsen! Und Hey,
mit so einem coolen Team macht selbst so ein Wald-und-Wiesen-Triathlon irgendwie Spaß! 😉

Aber jetzt zum eigentlichen Highlight. Am Donnerstag ging es dann bereits los. Zusammen mit Coach Ben und dem besten Physio der Stadt Enrico (www.massage-richter.de!) mit dem Partybus T5 zum MOHRENWIRT in Fuschl am See – keine 30min von Obertrum entfernt! Perfektes Team, Perfekte Unterkunft, Perfektes Material… eine absolut perfekte Ausgangssituation – der Druck steigt! 😉

Ben bewies dann am Sonntag beim bereits stark besetzten Sprint Triathlon, dass er nicht nur andere, sondern auch sich selbst recht gut trainieren kann. Bei dem Arbeitsaufwand und den wenigen Trainingsstunden verdient der 22. Platz bei knapp 300 Startern allerhöchsten Respekt! 🙂

Ebenso, wie die Arbeit von Enrico, der zumindest in meine Muskulatur die nötige Lockerheit brachte!

Der Druck steigt…

Samstag Abend: Vorstellung der Top-Athleten. Franz Höfer, Dejan Patrcevic, der mir ja aus Aarhus (4.) noch in guter Erinnerung war, Dani Niederreiter, Philip Podsiedlik und Vincent Rieß vom Team ERDINGER Alkoholfrei, Daniel Torok, Jo Spindler …  puuh. Aber trotzdem wollte ich gewinnen!! 😉

Der Druck steigt …

Und plötzlich war es Sonntag Früh, plötzlich war ich im Wasser (diesmal mit Neo! 😉 ) , und plötzlich: Der wahnsinnig laute Start-Donner!

Ab ging’s – Vollgas im Wasser. Wie früher, im Wasserball! Und siehe da – es ging! Ca. 500m konnte ich die Spitzengruppe halten, nach der ersten Boje wurde ich etwas eingekeilt und rutschte sozusagen hinten raus. Aber nicht weiter wild, die Arme wurden zwar etwas schwer aber ich konnte auch allein als Anführer der Verfolgergruppe das Tempo noch hoch halten. Der Landgang nach ca. 900m tat mir dann sehr gut und so ging auch die zweite Runde zügig durch!

Nicht mal eine Minute habe ich im Wasser auf die Spitze um den österreichischen Meister Franz Höfer sowie Weltcup-und Bundesliga-Starter Daniel Torok aus Ungarn verloren. Na bitte! 🙂

Jetzt galt es erstmal ca. 400m bis zur Wechselzone zu rennen – klingt hart, hat aber durch das dichte Zuschauer-Spalier so richtig Spaß gemacht!

Nach einem guten Wechsel dampfte ich kurz hinter Podsiedlik und vor Patrcevic los auf die anspruchsvolle 30km-Radrunde. Und wie! Da ich aus Aarhus wusste, das Dejan am Berg richtig gut radeln und am Ende super schnell rennen kann, wollte ich mich gleich von ihm absetzen – auch wenn er ein extrem netter Kerl ist! 😉

Ein paar Worte zur Radrunde: Gleich am Anfang geht es stetig und relativ steil bergauf bis auf ein Plateau – dort dann mit toller Aussicht und einer frischen Brise über kleine Straßen sehr wellig weiter- bis man über eine längere schnelle Abfahrt wieder ins Tal gelangt. Die letzten ca. 8km dann auf Super-Asphalt, relativ flach mit kurzen Wellen am See vorbei zurück nach Obertrum – dem absolut genialsten Stimmungsnest! 🙂 Hart aber Herzlich!

Nun donnerte ich also den besagten Anstieg hoch – an Philipp vorbei und mit Dejan im Gepäck. Oben waren wir dann sicher alle im Laktatrausch  – und ich setzte noch einen drauf, worauf Dejan abfiel. Philipp blieb eine Runde lang hartnäckig dran!

Anfang der zweiten Runde hatte ich dann Daniel Torok und Franz Höfer eingeholt – wieder rein in den Anstieg – wieder Vollgas – oben waren alle weg und ich sah schon Dani Niederreiter vor mir! 🙂 Damit habe ich ehrlich gesagt nicht wirklich gerechnet, immerhin war Dani letztes Jahr in Wiesbaden noch über 15min schneller als ich, allein knapp 6min am Rad (und am Ende gesamt 5.!) Ich glaube, da hat mein Coach wirklich was aus mir gemacht… 😉

Jetzt stellte sich die Frage: Die Entscheidung schon beim Rad suchen oder auf meine gute Laufform vertrauen… Diese beantwortete sich kurze Zeit später allerdings von selbst: Ich übersah einen abgesenkten Gullydeckel und krachte mit ca. 45 Sachen durch. Eine absolute Schrecksekunde, nach dem heftigen Schlag habe ich schon mit dem schlimmsten gerechnet. Zum Glück blieb der Reifen ganz, die Felge rund und die Maschine stabil. Nur mein Lenker senkte sich etwas ab – kein Wunder wenn da 80kg drauf liegen – Jedenfalls nahm ich etwas Risiko raus, fuhr trotzdem die meiste Zeit vorn ein kontant hohes, fast schon angenehmes Tempo bis zum zweiten Wechsel und bereitete mich mental bereits auf den Halbmarathon vor.

Dani und ich legten mit gleicher Zeit die schnellsten Wechsel hin und gingen zusammen auf die Laufstrecke. Alles oder nichts – so schlug ich gleich ein höllisches Tempo an und konnte mir echt schnell einen Vorsprung von 2 – 2,5 min erarbeiten.

Die 4 mal zu absolvierende Laufrunde hat auch die eine oder andere Welle sowie einige Ecken und Kanten dabei und wird somit nie langweilig – aber auch nie einfach! Dass man insgesamt 8 mal durch das Ortszentrum von Obertrum mit Massen an lautstarken Zuschauern läuft, ist, Entschuldigung, absolut GEIL!!! Und mit Führungsfahrrad natürlich am geilsten! 😉

Die letzten Kilometer wurden “dank” des hohen Anfangstempos dann richtig hart – Dani kämpfte auch und blieb hartnäckig. Doch der Kopf war stärker und verteidigte einen Vorsprung von 90 Sekunden bis ins Ziel! Der im VIDEO von ORF zu sehende Zieleinlauf, sagt, denke ich, alles!

STRECKENREKORD!

DANKE OBERTRUM!!!

Ich habe den Trumer Triathlon , nicht nur aufgrund meines Sieges, als ein fantastisches und perfekt organisiertes Event erlebt. Es ist Wahnsinn, aber es gab einfach mal nix zu meckern – wenn mir etwas nicht passt dann sage ich das auch – aber in Obertrum konnte ich nix finden! 😉

Die Helfer waren super, hatten schon beim kniffeligen Schwimmausstieg die Sache perfekt im Griff und sorgten auf der gesperrten Radstrecke zusammen mit den guten Markierungen immer für den richtigen Weg!

Und die Stimmung war eh – nochmal – GEIL!!! 🙂 Gerne wieder! Gratulation an alle Finisher – ihr habt euch genau den richtigen Wettkampf heraus gesucht – und ebenso Gratulation an DIANA RIESLER, die den (ost-)deutschen Doppelsieg perfekt machte!

ORF Fernsehen BERICHT
triathlon.de
triaguide
trinews
Salzburger Nachrichten
Freie Presse

Ergebnisse 

BILDER I
BILDER II

Fotos: Eric Rosant.

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