Auf Regen folgt Sonnenschein…

Das galt nicht nur für das Wetter, sondern auch für meine Wettkampfleistungen an den vergangen beiden Wochenenden. Während ich beim Ironman 70.3 St. Pölten bei Regen und Kälte noch keine gute Leistung abrufen konnte, klappte es beim Linztriathlon bei Sonnenschein und 30 Grad sehr gut und ich konnte bei meinen zweiten Triathlon in diesem Jahr meinen ersten Saisonsieg feiern.

Nach meinem bakteriellen Infekt hielt ich mir lange offen, ob ich überhaupt beim Ironman 70.3 St. Pölten starten würde. Wie geplant ging es einige Tage vorher nach Fuschl am See zum Hotel Mohrenwirt, wo ich bei perfekten Bedingungen viele Kilometer abspulte um die Form nach der Krankheitspause wieder zurück zu holen. Ich entschied mich schließlich aus dem Training heraus in St. Pölten zu starten, um bei dem starken Feld zu schauen wo ich stehe und zusätzlich eine harte Einheit zu absolvieren.

Bei katastrophalen Wetterbedingungen erwischte ich leider keinen guten Tag. Im, für mich, ersten Freiwasserschwimmen des Jahres konnte ich meine guten Trainingsleistungen im Becken noch nicht ganz im Wettkampf bestätigen. Der Rückstand auf die Spitze hielt sich mit 2:30 min dennoch im Rahmen und zeigte schon eine kleine Verbesserung zum letzten Jahr.

Nachdem ich zu Beginn des Radfahrens auf dem Regennassen Asphalt weggerutscht und beinahe in eine Mauer gefahren bin, wollte ich das Rennen schon hinschmeißen, kämpfte mich aber trotzdem frierend und zittern und mit äußerster Vorsicht über die anspruchsvolle Radstrecke. Beim Wechsel zum Laufen, kämpfte ich mit eiskalten Fingern eine gefühlte Ewigkeit mit Socken und Schuhen. Nach einem flotten, aber relativ entspannten, Halbmarathon kam ich schließlich als 17. von 40 gestarteten Profis ins Ziel und war zufrieden das Rennen unter diesen Umständen gefinished zu haben. Nach dem Wettkampf fuhren wir wieder nach Fuschl am See, wo ich noch einige Einheiten zur Vorbereitung des sechs Tage später anstehenden Linztriathlons absolvierte.  Mit dem Sieger von St. Pölten, Nils Frommhold, hatte ich dabei teilweise eine prominente Begleitung. Vom Wettkampf war ich schnell erholt, ich fühlte mich richtig fit und freute mich auf das nächste Rennen.

Am Donnerstag machten wir uns auf den Weg nach Linz, damit ich dort am Freitag die Laufstrecke besichtigen und die 45-km-Radrunde abfahren konnte. Auf der, mit 900 Hm und einigen technischen Passagen, sehr anspruchsvollen Radstrecke, ist Streckenkenntnis definitiv wichtig. Der Start erfolgte dann am Samstag erst um 12 Uhr mittags. Das ist einerseits natürlich cool, da man ausschlafen und alle Vorbereitungen in Ruhe absolvieren kann. Auf der anderen Seite musste man an diesem Tag mit Temperaturen um die 30 Grad und prallem Sonnenschein zurechtkommen. Mir war es definitiv lieber als das eiskalte Wetter eine Woche zuvor.

Das Schwimmen im 20 Grad warmen Pleschinger See war angenehm und ich konnte mich direkt am Start zusammen mit dem slowakischen Olympiateilnehmer Pavel Simko und einem Staffelschwimmer an die Spitze des Feldes setzen. Ich verlor zwischenzeitlich etwas den Anschluss, konnte aber auch allein das Tempo hoch halten und stieg mit nur 11 Sekunden Rückstand als dritter aus dem Wasser. Am Rad verpasste ich, trotz Streckenkenntnis, nach wenigen Kilometern eine Abbiegung und verlor etwas Zeit. Den Rest der Strecke absolvierte ich mit dem österreichischen Profi Stefan Hehenwarter. Wir arbeiteten fair zusammen und fuhren ein hohes Tempo. Simko legte jedoch ein Höllenritt hin und ich ging, nach einem schnellen Wechsel, als Zweiter mit über 4 min Rückstand auf die etwas zu lange Halbmarathonstrecke.

Die Beine waren gut und ich legte direkt mit einem hohen Tempo los. Nach 8 km war sein Vorsprung bereits auf 1:30 min geschrumpft und nach 12 km übernahm ich schon die Führung. Von da an war ich mir siegessicher, lief das Rennen kontrolliert zu Ende und gewann nach Laufbestzeit schließlich mit 4:30 min Vorsprung.
Nicht nur der erste Platz sondern vor allem meine eigene Leistung und mein Gefühl im Wettkampf stimmen mich zuversichtlich und motivieren für die nächsten Aufgaben. Es zeigt mir außerdem, dass mein selbst geplantes Training gut anschlägt und ich auf dem richtigen Weg bin. Auch energetisch bin ich in den ersten Wettkämpfen mit Honeypower sehr gut zurechtgekommen und hatte keinerlei Probleme. Mit dem Ironman 70.3 Kraichgau und dem Chiemsee Triathlon stehen jetzt im Zwei-Wochen-Rhythmus weitere Highlights auf dem Plan, bevor ich anschließend eine intensive Trainingsphase für den IRONMAN Hamburg am 13. August absolvieren werde.

Bericht Thüringer Allgemeine 

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Foto: Manfred Binder
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