Aufhören wenn es am schönsten ist…

… mit diesen Worten verabschiede ich mich, nach einem genialen Saisonabschluss in Nordhausen, in die wohlverdiente Pause! Nach drei Wettkämpfen, davon zwei Mitteldistanzen, in drei Wochen, ist jetzt die Luft raus!

Doch der Reihe nach: Da unsere Reise nach Frankreich leider ins Wasser gefallen ist, startete ich kurzerhand beim Großen Scheunenhof Triathlon in Nordhausen über die Mitteldistanz um die noch vorhandene sehr gute Form zu “verblasen”! Und dies gelang durchaus gut: In 4:02:34 h wurde ich 2. und musste mich nur Profi Christian Ritter (5. in Roth!!) um eine halbe Minute geschlagen geben! Mit 1:19:41 h lief ich dabei sogar den zweit schnellsten Halbmarathon und durchbrach die “magische” Marke von 1:20h! 🙂

Schon das (deutlich zu lange) Schwimmen im glasklaren Sundhäuser Kiessee verlief sehr gut und ich kam mit nur 2:28 min nach Ritter, der immerhin letztes Jahr in Frankfurt und dieses Jahr in Roth jeweils an der Spitze das Schwimmen beendete, als 4. aus dem Wasser!

Nach 45 km Vollgas auf der durch extremen Wind, kniffligen Ecken und schlechten Straßen sehr anspruchsvollen Radstrecke hatte ich zum führenden Duo Ritter und Lars-Erik Fricke aufgeschlossen. In dem Moment setzte sich Fricke an die Spitze und verschärfte das Tempo. Nur ich konnte mitgehen und blieb in fairem(!) Abstand dahinter und lies ihn erstmal das Tempo machen (sozusagen als Ausgleich für Jena, wo wir die Jenaer um Fricke ja zum 2. Platz gefahren haben! 😉 ) Eingangs der 5. Runde (von 5) blieb er dann aber fast stehen, so dass ich gezwungen war vorbei zu fahren.

Nun wollte ich ihn eigentlich auch gern noch loswerden, wusste aber, dass das auf dieser Strecke sehr schwierig werden würde, da mein Hintermann es mit den 10 m bekannterweise auch nicht immer so genau nimmt. Die einzige Stelle war die Wende, wo sich kurz dahinter die Verpflegungstelle befand. Fricke rief hinter mir: “Wasser” – mein Kommando um anzutreten! 😉 Schnell war ich weg und konnte auf den verbleibenden 12 km noch 30 sec herausfahren.

Eine Lücke, die Fricke beim Laufen zu meiner Überraschung aber ganz schnell wieder schließen konnte, obwohl ich selbst mit recht guten Beinen einen sehr schnellen Schritt an den Tag legte. Meine Vermutung, er wäre zu schnell angelaufen, bestätigte sich ab Mitte der 2. Runde (von 4), wo er Probleme bekam und abreisen lassen musste. Somit war ich wieder alleine vorn, machte langsam aber sicher Boden auf Fricke gut und versuchte mir so Christian Ritter, der nach dem Radfahren ca. 2:30 min Rückstand hatte, aber auch langsam näher kam, vom Leib zu halten.

2,5 km vor dem Ziel passierte dann das Unvermeidbare und Ritter ging an mir vorbei. Trotzdem freute ich mich im Ziel riesig über den zweiten Platz, etwas Preisgeld, Bestzeit über die Mitteldistanz und im Halbmarathon sowie über die wohl stärkste Leistung der Saison!!! 🙂

Ergebnisse
Thüringer Landeszeitung 

Christian Ritter
Bericht Lars-Erik Fricke
Video 

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One thought on “Aufhören wenn es am schönsten ist…

  1. Amazing!! saustarkes Rennen Markus!! Damals in Berlin bei deiner ersten Halbdistanz, hat dir das Laufen noch alles kaputt gemacht. Jetzt kannst du nach deiner guten Radperformance mit einem konstanten Laufleistung ganz oben stehen! Weiter so, gute Erholung und einen riesen Glückwunsch!!

    Philipp

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