Was nun?

Nach den zwei Läufen im Oktober (Halbmarathon Leipzig 1:14:41h und Stadtparklauf Sondershausen 10km 33:37) zeigte die Formkurve zwar weiter nach oben, doch meinen noch geplanten Wettkampf habe ich jetzt trotzdem absagen müssen.

Ich wollte noch zur Challenge Phuket nach Thailand fliegen. Diese Reise hätte allerdings einen enormen, vor allem, finanziellen Aufwand bedeutet. Und da im Triathlon, egal wie gut man auch trainiert hat, es nun mal keine Erfolgsgarantie gibt, habe ich die wohl vernünftigste Entscheidung getroffen dieses Jahr (noch) nicht nach Thailand zu fliegen.

Stattdessen arbeiten wir bereits fleißig an der Organisation der kommenden Saison, die höchstwahrscheinlich auch sehr zeitig im Jahr wieder beginnen wird. Einige interessante Neuigkeiten dazu gibt es bald zu lesen.

Zur Feierabendlektüre hier noch ein netter Bericht der Thüringer Allgemeine über den Stadtparklauf in Sondershausen.

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Halbmarathon Leipzig

Platz Drei in 1:14:41h!

Nach der Pleite mit Sevilla war das Balsam für die Seele und ich konnte meine gute Form endlich wieder zeigen! Auf der schönen aber auch anspruchsvollen und laut meinem Garmin sogar 21.3km langen Strecke lief es von Anfang bis Ende richtig gut.

Etwa 1200 Läufer stellten sich am Sonntag 10 Uhr zum zweiten Halbmarathon Leipzig am Völkerschlachtdenkmal an den Start. Ganz vorne auch ein paar richtig schnelle Läufer, da kann man sich auch als durchtrainierter Triathlet einmal richtig ‘fett’ vorkommen! :D

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Kurz nach dem Start setzten wir uns als Vierer-Gruppe gleich vom Rest des Feldes ab. Der erste Kilometer entspannt in 3:26min. Km zwei noch immer in der Gruppe 3:25min, es lief! Der spätere Sieger machte dann ernst und setzte sich ab, wir waren also noch drei, zwei Laufflöhe und ein Triathlon-Tiger!

Bei km drei ging es rauf auf den ‘Monarchenhügel’. Ich war etwas überrascht, wie gut ich auch im Anstieg das hohe Tempo mithalten konnte. Bergab wurde es mir dann sogar etwas zu langsam, ich setzte mich an die Spitze, machte mit langen Schritten Tempo und unsere kleine Gruppe dezimierte sich auf zwei.

Nach gut sechs km musste ich den später zweitplatzierten allerdings ziehen lassen und es wurde ein einsames Rennen gegen die Uhr. Ich versuchte den Schnitt gut unter 3:30min/km zu halten und ging nach ca. 34:30 bei 10km durch. Auch den härtesten Anstieg der Runde am Markleeberger See konnte ich mit 3:39min/km schnell hinter mich bringen.

Die letzten fünf km wurden dann langsam richtig hart, immer wieder fiese Steigungen, Belagswechsel und scharfe Kurven sorgten zwar für Abwechslung, aber nicht unbedingt für schnelle Kilometer. Am Ende fehlte mir da vielleicht etwas der Mut nochmal richtig ans Limit zu gehen, dennoch bin ich mit der 1:14er Zeit auf der Strecke super happy!

Für alle, die es interessiert, hier die GPS-Daten meiner GARMIN-Uhr.

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Mit dem Halbmarathon Leipzig haben die ‘Sportmacher’, mit denen ich ja beim Team Die Kessen Sachsen eine super Zeit hatte, einen tollen Lauf auf die Beine gestellt, der jetzt schon das Zeug zum ‘Klassiker im Herbst’ hat. Organisatorisch gab’s nüscht zu meckern, die Strecke ist schön wie abwechslungsreich und auch die Stimmung war echt toll, nicht zuletzt durch das coole Moderatoren-Duo Andreas Clauss und Roman Knoblauch. Das hat echt Spass gemacht! :-)

Das kommt mir ganz schön spanisch vor…

Ich hätte jetzt hier an der Stelle gerne über ein Erfolgserlebnis beim ICAN Sevilla geschrieben. Doch leider kann ich das nicht. Nicht weil ich schlecht war, oder einen Defekt hatte, oder fehlgeleitet wurde, oder weil mir eine andere Panne passiert wäre. Nein das Rennen wurde ganze drei Tage vor dem Start mal eben angesagt. Die Begründung kann man hier nachlesen: http://www.triathlon.de/ican-sevilla-kurzfristige-absage-des-rennens-72232.html

ICAN macht meiner Erfahrung nach sehr gewissenhafte und leidenschaftliche Arbeit. Wenn die Franchisenehmer, sprich die lokalen Organisatoren genau so arbeiten, dann werden tolle Rennen auf die Beine gestellt, was man in Nordhausen sehen und erleben konnte. Dass in Sevilla die Athleten und ICAN so getäuscht wurden ist natürlich absolut ärgerlich und unverständlich.

Ich saß am Donnerstag Mittag schon mit meinem Dad in Prag am Gate als wir 40 min vor Abflug die Nachricht per Anruf bekommen haben. In diesem Moment bricht natürlich eine Welt zusammen und, wie gesagt, alles kommt einem total spanisch vor, im wahrsten Sinne des Wortes. Auf ein Vater-Sohn-Wochenende ohne Wettkampf und mit den Frauen daheim hatten wir natürlich dann wenig Lust also ließen wir kurzerhand unser Gepäck wieder aus dem Flieger holen und machten uns, noch immer fassungslos, auf den Heimweg.

Wie auch immer, ich konnte und kann es nicht ändern sondern nur noch dass beste draus machen. Die Form ist gerade fantastisch, vor allem im Laufen konnte ich noch einmal ordentlich zulegen. Am kommenden Sonntag starte ich daher erstmal beim Halbmarathon Leipzig. Danach gibt es noch einige Möglichkeiten für einen sportlichen Dreikampf. Welche es werden wird… schauen wir mal, Saisonpause mit Sicherheit noch nicht! ;-)

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NEIN!

Nein! Ich habe den Duathlon Ruegen nicht ins Ziel gebracht! (das Schwimmen wurde wegen ‘unerwartet’ hoher Wellen durch einen 5km Lauf ersetzt)

Und Nein. Ich will auch nicht über die Wetterbedingungen jammern. Mit dem monsunartigen Regen, Gewitter und Sturm hatten alle zu kämpfen. Respekt an alle die das durchgezogen haben. Und mindestens genau so großer Respekt, für jene Athleten, die das Rennen aus Rücksicht auf ihre Gesundheit abgebrochen haben. An dem Tag wahrscheinlich eh die vernünftigere Entscheidung.

Nein! Ich will mich nicht schon wieder über die Windschatten Problematik aufregen und wie erbärmlich es war hinter einer Gruppe im 3m Abstand mit Kampfrichter-Motorrad daneben zu fahren. Und das selbe dann in der Spitzengruppe zu beobachten. Einfach mal Karte zeigen!!!

Nein. Über die teilweise sehr bescheidene Leistung des Veranstalters und unbedachte Streckenauswahl will ich auch nicht meckern!

Mein Rennen war jedenfalls nach 45km beim Rad vorbei. Beim ersten Lauf, habe ich mir noch eine gute Position erarbeiten können, nach der ewig langen Wechselzone über Sand und Asphalt wo ich gleich wieder fünf Plätze verlor, weil ich wohl übervorsichtig gelaufen bin, war ich bereits bedient.

Ich gab am Rad trotzdem wie gewohnt Gas,  attackierte die Gruppe um Jan Raphael und kam auch schnell weg. Bereits nach wenigen km machten sich allerdings immer stärker werdende Schmerzen in der rechten Hüftmuskulatur bemerkbar. Ich musste aufrecht fahren und locker machen, sodass mich nach einer Weile die Gruppe wieder überholte. Ich konnte dann da problemlos 15m dahinter hinterher rollen, aber das ist nun nicht wirklich das, was ich mir unter Wettkampf vorstelle. Also hab ich es nochmal versucht. Attacke und dann schauen dass ich eine wenigstens einigermaßen akzeptable Wattleistung halten kann. Es war aber nix zu machen. Nach wenigen km machte die Hüfte wieder zu!

Die Flüge für den ICAN Sevilla am 5. Oktober waren bereits gebucht, da wollte ich meine Gesundheit nicht weiter aufs Spiel setzen und bin raus.

Diese Schmerzen kann ich mir übrigens nur durch die Beschaffenheit der Laufstrecke erklären, denn vorher hatte es das noch nicht. 4 von 5 km führten auf dem leicht gewölbten, gepflasterten Promenadenweg lang, das heißt der rechte Fuß setzte mit jedem Schritt etwas höher auf als der linke. Ob man darauf einen Halbmarathon austragen muss, lasse ich jetzt mal so stehen…

Abgehakt ✔

Und nach vorn geschaut. Am Ende war es halt doch nur ein Duathlon!

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(c) Marcel Hilger

Zügig durch Zwickau…

Ging es gestern beim 2. Zwickauer Triathlon. Ich konnte mir dabei mit einer souveränen Leistung den Sieg auf der erstmals ausgetragenen olympischen Distanz sichern damit eine letzte richtig harte Einheit vor dem IRONMAN 70.3 Rügen am kommenden Sonntag absolvieren.

Seit letzter Woche arbeite ich in Halle mit meiner neuen Schwimmtrainerin Karin Seifert zusammen. Wir konnten schon minimale Verbesserungen erreichen, ich war mir allerdings unsicher ob ich diese schon auf den 30 Bahnen in der schönen Zwickauer Glück-Auf-Schwimmhalle umsetzen kann. Ich konnte! Es rutschte von Anfang bis Ende sehr gut und ich stieg nach ca. 1515m als erster wieder aus dem Becken. (+15 da ich mich verzählte und 1600 schwimmen wollte, zum Glück aber wurde ich lautstark zurückgepfiffen.) Der ehemalige Chemnitzer Olympia-Schwimmer Stev Theloke, der immer noch sehr gut in Form ist, war in der Staffel übrigens nur ca. 1:10 min schneller.

Auf dem Rad fuhr ich kontrolliert und baute meinen Vorsprung auf über 4min aus, mit einem zügigen Tempodauerlauf hielt ich diesen bis ins Ziel im legendären Westsachsenstadion!

Natürlich hat das jetzt sportlich keinen wahnsinnig hohen Stellenwert! Schwimmen fühlte sich sehr gut an, am Rad war ich von meinem Wattwerten teilweise selber überrascht, zumal ich das Rennen noch aus dem Training absolvierte, und der Lauf war locker. Ich war also sehr zufrieden und hoffe jetzt am Sonntag nochmal richtig den Turbo zünden zu können! 🔥

Dennoch war der Zwickauer Triathlon ein ganz besonderer für mich und meine Familie. Denn zu der Geburtsstadt meines Vaters pflegen wir eine besondere Beziehung. Ein großer Teil unserer Familie und Freunde kommt aus Zwickau, ich habe längere Zeit dort gewohnt, bin beim ausrichtenden Verein SV 04 geschwommen, habe in der zweiten Liga Wasserball gespielt und eine – sorry – geile Zeit gehabt! 😉

Daher war die Entscheidung da zu starten schnell gefallen, zumal die Wettkampfstätten mit der hochmodernen Schwimmhalle und dem eingebunden Westsachsenstadion sehr attraktiv sind. Die Streckenführung zeigte sich hart aber herzlich. Mehrere Runden auf einer Wendepunktstrecke auf super Asphalt mit insgesamt ca. 680hm auf dem Rad, 4x 2,5 km mit jeweils einem 1 km langen harten Anstieg beim laufen – und immer wieder ging es durch die tolle Kulisse des Stadions.

Wo 1971 die Friedensfahrer um den Sieg sprinteten und der FSV Zwickau zu DDR-Zeiten im Europapokal spielte jetzt als erster des Triathlons einzulaufen, und später auch noch Vati UND Mutti nach starken Leistungen auf der Sprint-Strecke im Ziel zu begrüßen, ist – nochmal sorry – super geil!

Vielen Dank an Familie und Freunde an der Strecke sowie den Helfern und dem gesamten Organisationsteam für einen tollen Tag! Auf hoffentlich viele weitere Auflagen Zwickauer Triathlon!

Hier noch der Zeitungsbericht der ‘Freien Presse’:

😽

Drama mit Happy End am Nordhäuser Theater!

YES ICAN … noch gewinnen! Endlich hat es mal wieder geklappt und ich konnte gestern den ICAN Germany in Nordhausen gewinnen.

Doch wieder lief nicht alles rund, wieder hatte ich Pech und lange Zeit schien der obere Platz auf dem Podium noch unmöglich. Aber Kampfgeist und Leidensfähigkeit haben sich dieses mal so richtig bezahlt gemacht! Im Link gibt es den offiziellen Rennbericht.

Und hier meine Sicht:

Pünktlich ging es um 8 Uhr bei 8°C Luft- und 18°C Wassertemperatur im glasklaren Sundhäuser See etwas außerhalb von Nordhausen los. Auf den zwei Schwimmrunden über die Gesamtdistanz von 1,9km habe ich mich zwar nicht sonderlich gut gefühlt und hatte kaum Wassergefühl, trotzdem war ich recht zügig unterwegs und konnte den Rückstand auf die Spitze mit reichlich einer Minute im machbaren Bereich. Mit einem zügigen Wechsel machte ich sofort zwei Plätze gut und ging als fünfter auf die Radstrecke.

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Dort lief es gleich rund und ich startete mit monströsen Wattwerten meine Jagd auf das Spitzenduo Henry Beck und Vorjahressieger Georg Potrebitsch. Schnell war ich auf Platz 3 vorgefahren und kam näher.

Doch nach einer Passage mit ein paar heftigen Bodenwellen war meine elektronische Schaltung tot. Meine Vermutung, dass sich der Akku nach einem heftigen Schlag aus der Halterung, welche im Rahmen im Tretlagerbereich verschraubt ist, gelöst hat, sollte sich später bestätigen.

Mein Fluchen war zu diesem Zeitpunkt sicher am Brocken noch zu hören, doch nach einer kurzen depressiven Phase entschied ich mich nicht aufzugeben sondern die verbleibenden knapp 30km bis zur ersten Verpflegungsstelle, wo es Werkzeug geben sollte, durchzuhalten. Ein Woche zuvor war ich mit Peter Seidel die Strecke abgefahren und wusste daher zum Glück, dass auf diesem Weg noch nicht die ganz großen Anstiege im Weg standen. Es sollte also mit dem relativ schweren Gang, der mir nur noch zur Verfügung stand, fahrbar sein.

Trotz weiteren Fluchattacken, wenn ich in schnellen Rückenwindpassagen trotz einer 120er Trittfrequenz nicht weit über 45kmh hinaus kam oder ich mich an den kurzen Anstiegen fühlte wie in der Beinpresse im Fitnesscenter, kam ich einigermaßen gut bis km 30. Dort warteten 3km Anstieg mit Gegenwind an dessen Ende sich erst der Verpflegungspunkt befand, eine weitere absolute Willensprüfung. Mit einer Frequenz von nur 40-50 U/min und 400-450 Watt wuchtete ich meine Maschine mit brennenden Beinen hinauf. Zum Glück habe ich einen tollen Coach, der mich auch diese Dinge immer fleißig üben lässt, sonst wäre ich hier wohl völlig eingegangen.

Oben angekommen waren die Helfer eher auf Reifenpannen eingestellt, doch nach kurzer Wartezeit fand sich auch ein Imbus-Set. Jetzt musste ich einen Flaschenhalter abschrauben um die Halterung abschrauben zu können. Zu allem Überfluss steckte der Akku auch noch im Tretlager fest und es dauerte wieder eine gefühlte Ewigkeit bis ich diesen herausgefummelt bekam. (einer dieser Momente wo man innerlich extrem kocht… ) Immerhin klappte es dann irgendwann doch, und ich konnte nach einer Standzeit von etwa 5 min (wie ich es heute in der Garmin Auswertung sehen konnte) meine angestaute Wut endlich wieder in Vortrieb umwandeln!

Ein besonderer Dank geht an die tollen Helfer, bei windigen 12°C haben sie sofort mitgedacht, mir eine Decke umgelegt und sich sehr gut (auch um alle anderen vorbeifahrenden Athleten) gekümmert. Mit vollem Einsatz dabei, großer Respekt! Zu meinem Problem: Ich hatte den Akku am Tag vorher noch einmal zum Laden draußen, beim wieder Einsetzen habe ich ihn vielleicht nicht fest genug in die Halterung gedrückt. (bzw. vielleicht nicht fest genug für Bodenwellen im vollen Tempo) Ich hatte bis dato noch nicht ein einziges Problem mit der elektronischen Schaltung und ich hoffe es bleibt jetzt bei diesem einen!

Mittlerweile war ich auf Platz 5 zurück gefallen und mein Rückstand auf die Spitze betrug fast 7 min, nach am Ende insgesamt knapp 90km und 980hm waren in Nordhausen beim zweiten Wechsel nur noch etwas mehr als drei 3min übrig. Ich denke, das sagt einiges! ;)

Zu meiner Überraschung mussten die beiden Führenden in der Strafbox am Beginn des Laufparts eine 4minütige Zeitstrafe wegen unerlaubten Windschattenfahrens absitzen . Nach Stimmen von Zuschauern und anderen Athleten keineswegs zu unrecht, ich selber habe sie kaum gesehen und kann es nicht beurteilen.

Als ich dann nach einem Blitzwechsel als Führender mit gut 30sec Vorsprung auf die Laufstrecke ging, dachte ich nur, “es gibt wohl doch noch Gerechtigkeit auf der Welt” und nahm die Beine in die Hand. Gewonnen war hier noch lange nix, denn die Laufstrecke sollte der schwierigste Halbmarathon werden, den ich bisher gelaufen bin. Flach war es so gut wie nie, dafür gab es heftige Anstiege, Kopfsteinpflaster, rasante Bergabpassagen und Cross-Abschnitte im Grünen, alles verteilt auf einer vier mal zu laufenden Runde. Immerhin wurde es so nie langweilig.

Erst recht nicht, mit der Konkurrenz, die mir im Nacken saß. Ich schlug ein schnelles Tempo an, Potrebitsch nach seiner Zwangspause aber ein noch schnelleres, so dass er nach bereits drei km fast auf mich aufgelaufen war. Ich hielt meine Pace konstant hoch und er konnte nie ganz zu mir aufschließen. Nach der ersten Runde waren wir nur ein paar Sekunden getrennt. Ich wurde keinen Deut langsamer und konnte so den Vorsprung in der zweiten und dritten Runde wieder auf etwas mehr als 30sec ausbauen und diesen bis ins Ziel halten. Auch meine Zeiten waren wahnsinnig konstant mit je knapp 20min auf jeder der schweren Runden

Georg lies allerdings bis zum bitteren Ende nicht locker und so konnte ich erst auf den letzten hundert Metern mir wirklich sicher sein, es etwas austrudeln lassen und die tolle Stimmung und das geile Flair vor dem Theater genießen! Ein unbeschreibliches Gefühl nach so einem Rennverlauf!!!

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Danke an Ulli, Sunil, die gesamte Organisation mitsamt Helfer, die Stadt Nordhausen und allen Menschen, die da waren für die tolle Unterstützung und ein fantastisch organisiertes Rennen!

Und Danke vor allem an die Menschen die mich auf meinem Weg unterstützen und mir immer den Rücken stärken, allen voran Physio-und-Betreuer-zu-jeder-Tages-und-Nachtzeit-sowie-bester-Freund-und-Mutti-für-alles ENRICO, Coach BEN, ohne dessen intelligente Trainingspläne ich nie so über die Rad- und Laufstrecke gekommen wäre und natürlich meiner FAMILIE, wo ein Teil direkt an der Strecke und der Rest daheim an Telefon und Bildschirm immer mitfiebert! :)

Jetzt geht’s mit neuem Schwung weiter durch die zweite Saisonhälfte mit:

Zwickauer Triathlon am 7. September

IRONMAN 70.3 Rügen am 14. September

 

Stendal und Müritz…

Zwei Formtests auf dem Weg zum nächsten Highlight, dem ICAN Germany in Nordhausen. Was ich dort erreichen will und warum mir das Rennen so wichtig ist, ist in diesem Artikel nachzulesen!

Ein paar Worte zu den letzten Rennen: Nach ein paar Tagen Pause im Anschluss an das Rennen am Chiemsee bin ich wieder gut in das Training hereingekommen und habe vor allem im Laufen nochmal sehr viel geackert. Am 12. Juli absolvierte ich den Olympischen Triathlon in Stendal/ Altmark aus dem vollen Training um meinen Verein in der Landesliga zu unterstützen. Nach super Schwimmen kam am ich am Rad erstmal relativ schwer in Schwung, konnte mich aber steigern und am Ende die schnellste Radzeit mit einem Schnitt von knapp 44 km/h über 43,6 km hinlegen. Kurz vor Canyon Athlet Konstantin Seufert ging es in die zweite Wechselzone, nach einem Missgeschick von mir lief er aber mit Vorsprung als erster hinaus. Auf der hügeligen und teilweise cross-artigen Laufstrecke riskierte ich nichts mehr und lief den zweiten Platz nach Hause. Am nächsten Morgen standen immerhin wieder 20km auf dem Plan!

Die folgenden zwei Wochen Training vergingen weiterhin vielversprechend. Vor allem im Laufen lief es wieder richtig locker und teilweise wie von allein ohne dabei die anderen Disziplinen zu vernachlässigen. Vielversprechend sind auch meine Schwimmleistungen die ich kontinuierlich steigern konnte. Seit ca. zwei Monaten absolviere ich mein Training ausschließlich in offenen Gewässern, auch weil in Halle seit einiger Zeit die Schwimmhallen wieder geschlossen haben. Die Hallenser Umgebung bietet u.a. mit Hufeisensee, Süßer See sowie dem gesamten Leipziger Neuseenland aber auch hervorragende Möglichkeiten! Ich schwimme nicht besonders viel, aber scheinbar sehr effektiv, denn ich konnte den Abstand zu den Spitzenschwimmern mehr als deutlich verkürzen.

Vergangenen Samstag standen nun 2km Schwimmen, 80 Rad und 20,8km laufen in Waren an der Müritz auf dem Programm. Podium war natürlich das Ziel, am Ende reichte es bei extremer Hitze denkbar knapp leider nur zu Platz vier.

Bei bis zu 35 Grad Außentemperatur erfolgte der Start auch noch 12 Uhr mittags. Schon im Wasser war es viel zu warm, da der Veranstalter Neoprenanzüge erlaubte. Wo und Wann die, ich glaube offiziell 21,6 Grad Wassertemperatur, gemessen wurde kann ich mir nicht verklären. Auf der Schwimmstrecke in jedem Fall nicht!

Für alle Nicht-Triathleten: Mit Neoprenanzug schwimmt man immer deutlich schneller und kraftsparender als ohne, den Neo weglassen ist also immer noch die schlechtere Wahl als im “kühlen Nass” zu schwitzen.

Ich schwamm also relativ locker um nicht gleich zu überhitzen, wechselte aber dennoch gut platziert an drei zusammen mit Erdinger Teamkollege Flo Seifert aufs Rad. Die 2x40km Wendepunktstrecke war mit ihren vielen Wellen und schlechten rauen Asphalt echt schwierig zu fahren. Dazu gab es kaum Schatten und einen straffen Wind, der sich anfühlte als würde dir jemand die ganze Zeit einen Föhn ins Gesicht halten.

Nach 20km, kurz vor der ersten Wende, hatten wir die beiden Spitzenschwimmer überholt, allerdings auch noch zwei schnelle Läufer nicht weit hinter uns. Meine 700ml Wasservorrat, der normalerweise 90km hält, waren da bereits aufgebraucht und mein Mund schon staubtrocken.

Genau in der Wendekurve in einer Buswendestelle wurden 0,5l PET Flaschen mit kohlensäurehaltigen(!) Wasser gereicht. Beim ersten mal keine Chance hier in Schräglage eine Hand vom Lenker zu nehmen. Also 20km zurück durch die Wüste. Ich arbeitete fair mit Flo zusammen, hatte keine Probleme seinem Tempo zu folgen, hatte aber leider auch nicht meinen normalen Punch um wegzufahren. Nach ca. 30km kamen auch noch immer wieder einsetzende Krämpfe in der Gesäß-Muskulatur dazu, wahrscheinlich hatte ich mittlerweile durch den hohen Schweißverlust, schon im Schwimmen, einen ordentlich Wasser und Nährstoffmangel. Bei der nächsten Wende konnte ich immerhin ein Flasche greifen, allerdings verschüttete man schon fast die Hälfte dabei. Das was übrig blieb war dann im wahrsten Sinne nur noch ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das selbe Spiel bei der letzten Wende. Ich bemühte mich trotz Schmerzen im Gesäß das Tempo an der Spitze hoch zu halten.

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Bei der letzten Verpflegung ca. 5km vor der Wechselzone reichte man uns gleich gar kein Wasser mehr. Nach 1:50h und der schnellsten Radzeit ging es kurz vor Flo zum Wechsel, nicht wirklich schlecht, aber vor allem in Anbetracht der Wattleistung doch deutlich unter meinen Möglichkeiten.

Ohne Socken schlüpfte ich in meine SKECHERS Gorun Speed, rannte als erster aus der Wechselzone und krallte mir an der Verpflegung gleich jeden Becher den ich bekommen konnte. Die Freude auf Erfrischung hielt nur kurz, denn das Wasser hatte sich mittlerweile seiner Umgebungstemperatur angepasst.

Die ersten Meter fielen mit staubtrockenen Mund und Schmerzen im Hinterteil noch extrem schwer. Die Luft stand zudem förmlich auf der Lauf-Strecke, die sich überwiegend in der prallen Nachmittagssonne befand. Nach 1,5km ein kurzer Zwischenstopp bei der nächsten kleinen Verpflegungsstelle um mich einmal komplett mit zumindest etwas kühleren Wasser zu bebechern. Das tat wirklich not und ich konnte endlich ein ordentliches Tempo anschlagen . Die Hitze stieg mir allerdings schnell wieder unerträglich in den Kopf, bei der nächsten Verpflegung also das selbe Spiel. Und so ging es weiter, Laufen knapp unterhalb der “Umfall-Grenze”, Gehen an den Verpflegungsstellen um zu kühlen. Auch wenn die Beine mehr wollten und konnten, es ging einfach nicht anders. Schwämme waren Mangelware, Eis gab es gar nicht, um nicht zu kollabieren musste ich das Spiel so bis ins Ziel spielen um mich nicht vom Krankenwagen dahin fahren zu lassen.

Hitzerennen sind eben für Athleten meiner Größe doppelt schwer, mit guter Verpflegung und konsequenter Kühlung ist es aber durchaus gut machbar. Das war hier leider nicht möglich. Schade, denn die Beine hätten mehr gekonnt! Glückwunsch an Flo zum Sieg!!

Neben ein paar Mark Taschengeld konnte ich trotzdem eine weitere gute Erkenntnis mitnehmen. Selbst im komplett aufgeweichtem Zustand laufen sich die SKECHERS Gorun Speed ohne Socken perfekt! Keinerlei Blasen bis ins Ziel! Supergeil!

Weitermachen!

 

 

Langsam aufwärts…

Ging es gestern beim top besetzten Chiemsee Triathlon zumindest bei der Platzierung. Nach einem sehr harten und zähen Rennen steht am Ende ein guter 7. Platz zu Buche, und das ohne besondere Vorkommnisse! ;)

Nach dem IRONMAN 70.3 Aarhus waren nur sechs Tage Zeit mich zu regenerieren und auf Chiemsee vorzubereiten. Zwei 4h-Rennen innerhalb einer Woche sind natürlich heftig. Das kann sehr gut funktionieren, muss aber nicht. Ich wollte aber auf keinen der beiden Wettkämpfe verzichten und vor allem nach dem Malheur in Dänemark endlich mal wieder ein “normales” Rennen ins Ziel bringen.

Am Freitag reiste ich mit meinem, mittlerweile ebenso triathlonverrückten, Dad, der sich für seine erste olympische Distanz gemeldet hatte, ins schöne Chiemgau. Wie der Sohn, so der Vater! Ohne den entsprechenden Rückhalt, der Unterstützung und Begeisterung der Familie wäre das alles nicht möglich bzw. viel, viel schwerer. Daher bin ich natürlich unheimlich froh und dankbar diesen Rückhalt zu haben und meine Leidenschaft mittlerweile sogar familienintern teilen zu können! Mama ist auch bald am Start! Das Virus greift um sich! ;)

In den Tagen bis zum Rennen war ich insgesamt drei mal schwimmen, drei mal Radfahren und einmal kurze 5km laufen um zu testen ob der in Aarhus verletzte Zeh wieder belastbar ist. Er war es, keine Brüche, keine Schmerzen, keine Ausreden!

Nach zwei sonnigen und erholsamen Tagen am Chiemsee fiel am Sonntag 9 Uhr der Startschuss für die Mitteldistanz. Alle Vorbereitungen konnten noch ohne Regen absolviert werden, die Vorhersage für den weiteren Tag verhieß jedoch nichts gutes.

Beim Schwimmstart wurde ich ganz schön durch die Mangel genommen. Ein paar Mann schwammen über mich hinweg und ich befand mich gleich am Ende der noch großen Gruppe, die sich jedoch schnell in eine Spitzen- und Verfolgergruppe, aufteile. Da war es mir allerdings deutlich zu langsam, also einmal links raus und mit einer Tempoverschärfung vorbei. Folgen konnte mir nur der Österreicher Franz Höfer, der nicht unbedingt als schlechter Schwimmer bekannt ist. Jetzt sah ich die Spitzengruppe etwa 40- 50m vor mir und versuchte nochmal das Tempo zu erhöhen um da vielleicht sogar noch heran zu kommen. Das war leider relativ aussichtslos, aber immerhin wurde der Abstand nicht größer. Nach ca. 1200m übernahm Franz bis zum Ausstieg die Führung und hielt das Tempo hoch. Feine und faire Aktion!

Als ich dann nach dem Wechsel von nur 30 sec Rückstand auf die erste Gruppe hörte war ich natürlich entsprechend motiviert da heranzufahren. Doch da wollten die Beine dieses mal nicht so richtig mitziehen und es ging ungewohnt schwer. Immer wenn ich mein Brothers auf “richtig” Geschwindigkeit bringen wollte, schrien die Beine so etwas wie “mach langsamer, sonst hören wir hier auf!” Vor allem die kurzen giftigen Anstiege, die ich in meiner Gewichtsklasse schon mit weit jenseits der 400 Watt nehmen muss (und normal auch relativ leicht nehmen kann) haben so richtig gebrannt. Die Beine waren nach dem 70.3 eine Woche zuvor einfach noch nicht wieder komplett hergestellt. Trotz, dass mir etwa 20-30 Watt zu meiner möglichen Wettkampfleistung gefehlt haben, arbeitete ich mich auf den 82km mit der drittbesten Radzeit auf Platz 4 vor. Ach so: vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es beim Radpart extrem anfing zu regnen und zu stürmen. Ein Wetter, das der schöne Chiemsee Triathlon definitiv nicht verdient hatte, mich persönlich an diesem Tag aber nicht weiter störte und nur dafür sorgte, dass ich die Kurven langsam und vorsichtig nahm.

3:45 min Rückstand waren es auf den Führenden als ich in meine neuen SKECHERS GoRun Speed schlüpfte. Ich konnte den Schuh am Vortag nur kurz testen, entschied mich aber aufgrund der tollen Passform dafür, ihn gleich am nächsten Tag dem 21km-Extremtest zu unterziehen. Die erste von vier Runden der hügeligen und teilweise sehr matschigen Laufstrecken lief noch ziemlich gut, doch auch hier machten sich die schweren Beine, vor allem, in den vielen kleinen Anstiegen bemerkbar. Ich konnte meine Pace mit großem Kampf immerhin noch konstant bei 3:50-55min/km halten, und auch wenn sich die SKECHERS phänomenal am Fuß anfühlen, konnten sie leider keine Wunder vollbringen. So musste ich in der zweiten Runde den Australier Chris Wiggel in einem Höllentempo vorbei ziehen lassen, später dann meinen Kumpel Andrej aus Kroatien, der mit einem gigantischen Lauf noch aufs Podium kam und Michael Rünz, der mit der dritten Laufzeit brillierte.

Das Rennen schien 2km vor Schluss dann gelaufen. Doch durch mein konstantes Tempo ohne großen Einbruch, sah ich plötzlich wieder Chris vor mir. Auch wenn meine Akkuanzeige schon rot blinkte, ein klein wenig Strom hatte ich noch, lief relativ schnell auf ihn auf und blieb erstmal ca. 10m dahinter. 20km waren da bereits absolviert, noch knapp ein Kilometer bis zur Erlösung. Doch anstatt noch etwas hinter ihm zu verschnaufen und die Situation, dass er meine Verfolgung noch nicht bemerkte, auszunutzen, war ich wieder zu blöd, zog gleich das Tempo an und ging erstmal vorbei. Chris, der ausreichend Kurzdistanz-Erfahrung mitbringt, blieb jetzt kurz in meinen Schatten und attackierte wenig später selber. Jetzt hatte ich absolut nichts mehr zuzusetzen und war geschlagen. Sechster Platz und Preisgeld verloren, Dummheit muss eben bestraft werden!

Und trotzdem habe ich etwas gewonnen: Erfahrung und das Wissen, dass auch für mich Rennen noch ohne bösartige Zwischenfälle enden können. Außerdem endlich einen Wettkampfschuh in dem ich absolut null Probleme mit Blasen oder Druckstellen habe! SKECHERS macht’s möglich!

Mit meiner Leistung bin ich den Umständen entsprechend zufrieden, dass die Beine noch nicht wieder frisch sein könnten, darauf war ich eingestellt. Daher ist jetzt etwas Regeneration angesagt, bevor es in einen neuen Trainingsblock ohne große Wettkämpfe für die zweite Saisonhälfte geht. Die nächsten beiden Mitteldistanzen für mich finden im heimatlichen Ostdeutschland statt, wo genau, dazu später mehr! ;)

Und um den Kreis zu schließen: Papa finishte die Olympische Distanz mit 41km Radfahren und 10,8km Laufen nach starken 2:33h! Mit normalen Rennrad! Ohne Klickpedale! Und mit unrasiertem Beinen! Sohn ist stolz auf dich! :D

Erste Bilder vom Rennen gibt es dank Ingo Kutsche hier:

Der Präsident des Bayrischen Triathlonverbandes sagte auf der Pressekonferenz vor dem Rennen: “Der Chiemsee Triathlon ist ein Aushängeschild für Bayern!” Das kann ich so unterschreiben! Geniales Rennen! Daumen hoch!