Stendal und Müritz…

29 Jul

Zwei Formtests auf dem Weg zum nächsten Highlight, dem ICAN Germany in Nordhausen. Was ich dort erreichen will und warum mir das Rennen so wichtig ist, ist in diesem Artikel nachzulesen!

Ein paar Worte zu den letzten Rennen: Nach ein paar Tagen Pause im Anschluss an das Rennen am Chiemsee bin ich wieder gut in das Training hereingekommen und habe vor allem im Laufen nochmal sehr viel geackert. Am 12. Juli absolvierte ich den Olympischen Triathlon in Stendal/ Altmark aus dem vollen Training um meinen Verein in der Landesliga zu unterstützen. Nach super Schwimmen kam am ich am Rad erstmal relativ schwer in Schwung, konnte mich aber steigern und am Ende die schnellste Radzeit mit einem Schnitt von knapp 44 km/h über 43,6 km hinlegen. Kurz vor Canyon Athlet Konstantin Seufert ging es in die zweite Wechselzone, nach einem Missgeschick von mir lief er aber mit Vorsprung als erster hinaus. Auf der hügeligen und teilweise cross-artigen Laufstrecke riskierte ich nichts mehr und lief den zweiten Platz nach Hause. Am nächsten Morgen standen immerhin wieder 20km auf dem Plan!

Die folgenden zwei Wochen Training vergingen weiterhin vielversprechend. Vor allem im Laufen lief es wieder richtig locker und teilweise wie von allein ohne dabei die anderen Disziplinen zu vernachlässigen. Vielversprechend sind auch meine Schwimmleistungen die ich kontinuierlich steigern konnte. Seit ca. zwei Monaten absolviere ich mein Training ausschließlich in offenen Gewässern, auch weil in Halle seit einiger Zeit die Schwimmhallen wieder geschlossen haben. Die Hallenser Umgebung bietet u.a. mit Hufeisensee, Süßer See sowie dem gesamten Leipziger Neuseenland aber auch hervorragende Möglichkeiten! Ich schwimme nicht besonders viel, aber scheinbar sehr effektiv, denn ich konnte den Abstand zu den Spitzenschwimmern mehr als deutlich verkürzen.

Vergangenen Samstag standen nun 2km Schwimmen, 80 Rad und 20,8km laufen in Waren an der Müritz auf dem Programm. Podium war natürlich das Ziel, am Ende reichte es bei extremer Hitze denkbar knapp leider nur zu Platz vier.

Bei bis zu 35 Grad Außentemperatur erfolgte der Start auch noch 12 Uhr mittags. Schon im Wasser war es viel zu warm, da der Veranstalter Neoprenanzüge erlaubte. Wo und Wann die, ich glaube offiziell 21,6 Grad Wassertemperatur, gemessen wurde kann ich mir nicht verklären. Auf der Schwimmstrecke in jedem Fall nicht!

Für alle Nicht-Triathleten: Mit Neoprenanzug schwimmt man immer deutlich schneller und kraftsparender als ohne, den Neo weglassen ist also immer noch die schlechtere Wahl als im “kühlen Nass” zu schwitzen.

Ich schwamm also relativ locker um nicht gleich zu überhitzen, wechselte aber dennoch gut platziert an drei zusammen mit Erdinger Teamkollege Flo Seifert aufs Rad. Die 2x40km Wendepunktstrecke war mit ihren vielen Wellen und schlechten rauen Asphalt echt schwierig zu fahren. Dazu gab es kaum Schatten und einen straffen Wind, der sich anfühlte als würde dir jemand die ganze Zeit einen Föhn ins Gesicht halten.

Nach 20km, kurz vor der ersten Wende, hatten wir die beiden Spitzenschwimmer überholt, allerdings auch noch zwei schnelle Läufer nicht weit hinter uns. Meine 700ml Wasservorrat, der normalerweise 90km hält, waren da bereits aufgebraucht und mein Mund schon staubtrocken.

Genau in der Wendekurve in einer Buswendestelle wurden 0,5l PET Flaschen mit kohlensäurehaltigen(!) Wasser gereicht. Beim ersten mal keine Chance hier in Schräglage eine Hand vom Lenker zu nehmen. Also 20km zurück durch die Wüste. Ich arbeitete fair mit Flo zusammen, hatte keine Probleme seinem Tempo zu folgen, hatte aber leider auch nicht meinen normalen Punch um wegzufahren. Nach ca. 30km kamen auch noch immer wieder einsetzende Krämpfe in der Gesäß-Muskulatur dazu, wahrscheinlich hatte ich mittlerweile durch den hohen Schweißverlust, schon im Schwimmen, einen ordentlich Wasser und Nährstoffmangel. Bei der nächsten Wende konnte ich immerhin ein Flasche greifen, allerdings verschüttete man schon fast die Hälfte dabei. Das was übrig blieb war dann im wahrsten Sinne nur noch ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das selbe Spiel bei der letzten Wende. Ich bemühte mich trotz Schmerzen im Gesäß das Tempo an der Spitze hoch zu halten.

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Bei der letzten Verpflegung ca. 5km vor der Wechselzone reichte man uns gleich gar kein Wasser mehr. Nach 1:50h und der schnellsten Radzeit ging es kurz vor Flo zum Wechsel, nicht wirklich schlecht, aber vor allem in Anbetracht der Wattleistung doch deutlich unter meinen Möglichkeiten.

Ohne Socken schlüpfte ich in meine SKECHERS Gorun Speed, rannte als erster aus der Wechselzone und krallte mir an der Verpflegung gleich jeden Becher den ich bekommen konnte. Die Freude auf Erfrischung hielt nur kurz, denn das Wasser hatte sich mittlerweile seiner Umgebungstemperatur angepasst.

Die ersten Meter fielen mit staubtrockenen Mund und Schmerzen im Hinterteil noch extrem schwer. Die Luft stand zudem förmlich auf der Lauf-Strecke, die sich überwiegend in der prallen Nachmittagssonne befand. Nach 1,5km ein kurzer Zwischenstopp bei der nächsten kleinen Verpflegungsstelle um mich einmal komplett mit zumindest etwas kühleren Wasser zu bebechern. Das tat wirklich not und ich konnte endlich ein ordentliches Tempo anschlagen . Die Hitze stieg mir allerdings schnell wieder unerträglich in den Kopf, bei der nächsten Verpflegung also das selbe Spiel. Und so ging es weiter, Laufen knapp unterhalb der “Umfall-Grenze”, Gehen an den Verpflegungsstellen um zu kühlen. Auch wenn die Beine mehr wollten und konnten, es ging einfach nicht anders. Schwämme waren Mangelware, Eis gab es gar nicht, um nicht zu kollabieren musste ich das Spiel so bis ins Ziel spielen um mich nicht vom Krankenwagen dahin fahren zu lassen.

Hitzerennen sind eben für Athleten meiner Größe doppelt schwer, mit guter Verpflegung und konsequenter Kühlung ist es aber durchaus gut machbar. Das war hier leider nicht möglich. Schade, denn die Beine hätten mehr gekonnt! Glückwunsch an Flo zum Sieg!!

Neben ein paar Mark Taschengeld konnte ich trotzdem eine weitere gute Erkenntnis mitnehmen. Selbst im komplett aufgeweichtem Zustand laufen sich die SKECHERS Gorun Speed ohne Socken perfekt! Keinerlei Blasen bis ins Ziel! Supergeil!

Weitermachen!

 

 

Langsam aufwärts…

30 Jun

Ging es gestern beim top besetzten Chiemsee Triathlon zumindest bei der Platzierung. Nach einem sehr harten und zähen Rennen steht am Ende ein guter 7. Platz zu Buche, und das ohne besondere Vorkommnisse! ;)

Nach dem IRONMAN 70.3 Aarhus waren nur sechs Tage Zeit mich zu regenerieren und auf Chiemsee vorzubereiten. Zwei 4h-Rennen innerhalb einer Woche sind natürlich heftig. Das kann sehr gut funktionieren, muss aber nicht. Ich wollte aber auf keinen der beiden Wettkämpfe verzichten und vor allem nach dem Malheur in Dänemark endlich mal wieder ein “normales” Rennen ins Ziel bringen.

Am Freitag reiste ich mit meinem, mittlerweile ebenso triathlonverrückten, Dad, der sich für seine erste olympische Distanz gemeldet hatte, ins schöne Chiemgau. Wie der Sohn, so der Vater! Ohne den entsprechenden Rückhalt, der Unterstützung und Begeisterung der Familie wäre das alles nicht möglich bzw. viel, viel schwerer. Daher bin ich natürlich unheimlich froh und dankbar diesen Rückhalt zu haben und meine Leidenschaft mittlerweile sogar familienintern teilen zu können! Mama ist auch bald am Start! Das Virus greift um sich! ;)

In den Tagen bis zum Rennen war ich insgesamt drei mal schwimmen, drei mal Radfahren und einmal kurze 5km laufen um zu testen ob der in Aarhus verletzte Zeh wieder belastbar ist. Er war es, keine Brüche, keine Schmerzen, keine Ausreden!

Nach zwei sonnigen und erholsamen Tagen am Chiemsee fiel am Sonntag 9 Uhr der Startschuss für die Mitteldistanz. Alle Vorbereitungen konnten noch ohne Regen absolviert werden, die Vorhersage für den weiteren Tag verhieß jedoch nichts gutes.

Beim Schwimmstart wurde ich ganz schön durch die Mangel genommen. Ein paar Mann schwammen über mich hinweg und ich befand mich gleich am Ende der noch großen Gruppe, die sich jedoch schnell in eine Spitzen- und Verfolgergruppe, aufteile. Da war es mir allerdings deutlich zu langsam, also einmal links raus und mit einer Tempoverschärfung vorbei. Folgen konnte mir nur der Österreicher Franz Höfer, der nicht unbedingt als schlechter Schwimmer bekannt ist. Jetzt sah ich die Spitzengruppe etwa 40- 50m vor mir und versuchte nochmal das Tempo zu erhöhen um da vielleicht sogar noch heran zu kommen. Das war leider relativ aussichtslos, aber immerhin wurde der Abstand nicht größer. Nach ca. 1200m übernahm Franz bis zum Ausstieg die Führung und hielt das Tempo hoch. Feine und faire Aktion!

Als ich dann nach dem Wechsel von nur 30 sec Rückstand auf die erste Gruppe hörte war ich natürlich entsprechend motiviert da heranzufahren. Doch da wollten die Beine dieses mal nicht so richtig mitziehen und es ging ungewohnt schwer. Immer wenn ich mein Brothers auf “richtig” Geschwindigkeit bringen wollte, schrien die Beine so etwas wie “mach langsamer, sonst hören wir hier auf!” Vor allem die kurzen giftigen Anstiege, die ich in meiner Gewichtsklasse schon mit weit jenseits der 400 Watt nehmen muss (und normal auch relativ leicht nehmen kann) haben so richtig gebrannt. Die Beine waren nach dem 70.3 eine Woche zuvor einfach noch nicht wieder komplett hergestellt. Trotz, dass mir etwa 20-30 Watt zu meiner möglichen Wettkampfleistung gefehlt haben, arbeitete ich mich auf den 82km mit der drittbesten Radzeit auf Platz 4 vor. Ach so: vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es beim Radpart extrem anfing zu regnen und zu stürmen. Ein Wetter, das der schöne Chiemsee Triathlon definitiv nicht verdient hatte, mich persönlich an diesem Tag aber nicht weiter störte und nur dafür sorgte, dass ich die Kurven langsam und vorsichtig nahm.

3:45 min Rückstand waren es auf den Führenden als ich in meine neuen SKECHERS GoRun Speed schlüpfte. Ich konnte den Schuh am Vortag nur kurz testen, entschied mich aber aufgrund der tollen Passform dafür, ihn gleich am nächsten Tag dem 21km-Extremtest zu unterziehen. Die erste von vier Runden der hügeligen und teilweise sehr matschigen Laufstrecken lief noch ziemlich gut, doch auch hier machten sich die schweren Beine, vor allem, in den vielen kleinen Anstiegen bemerkbar. Ich konnte meine Pace mit großem Kampf immerhin noch konstant bei 3:50-55min/km halten, und auch wenn sich die SKECHERS phänomenal am Fuß anfühlen, konnten sie leider keine Wunder vollbringen. So musste ich in der zweiten Runde den Australier Chris Wiggel in einem Höllentempo vorbei ziehen lassen, später dann meinen Kumpel Andrej aus Kroatien, der mit einem gigantischen Lauf noch aufs Podium kam und Michael Rünz, der mit der dritten Laufzeit brillierte.

Das Rennen schien 2km vor Schluss dann gelaufen. Doch durch mein konstantes Tempo ohne großen Einbruch, sah ich plötzlich wieder Chris vor mir. Auch wenn meine Akkuanzeige schon rot blinkte, ein klein wenig Strom hatte ich noch, lief relativ schnell auf ihn auf und blieb erstmal ca. 10m dahinter. 20km waren da bereits absolviert, noch knapp ein Kilometer bis zur Erlösung. Doch anstatt noch etwas hinter ihm zu verschnaufen und die Situation, dass er meine Verfolgung noch nicht bemerkte, auszunutzen, war ich wieder zu blöd, zog gleich das Tempo an und ging erstmal vorbei. Chris, der ausreichend Kurzdistanz-Erfahrung mitbringt, blieb jetzt kurz in meinen Schatten und attackierte wenig später selber. Jetzt hatte ich absolut nichts mehr zuzusetzen und war geschlagen. Sechster Platz und Preisgeld verloren, Dummheit muss eben bestraft werden!

Und trotzdem habe ich etwas gewonnen: Erfahrung und das Wissen, dass auch für mich Rennen noch ohne bösartige Zwischenfälle enden können. Außerdem endlich einen Wettkampfschuh in dem ich absolut null Probleme mit Blasen oder Druckstellen habe! SKECHERS macht’s möglich!

Mit meiner Leistung bin ich den Umständen entsprechend zufrieden, dass die Beine noch nicht wieder frisch sein könnten, darauf war ich eingestellt. Daher ist jetzt etwas Regeneration angesagt, bevor es in einen neuen Trainingsblock ohne große Wettkämpfe für die zweite Saisonhälfte geht. Die nächsten beiden Mitteldistanzen für mich finden im heimatlichen Ostdeutschland statt, wo genau, dazu später mehr! ;)

Und um den Kreis zu schließen: Papa finishte die Olympische Distanz mit 41km Radfahren und 10,8km Laufen nach starken 2:33h! Mit normalen Rennrad! Ohne Klickpedale! Und mit unrasiertem Beinen! Sohn ist stolz auf dich! :D

Erste Bilder vom Rennen gibt es dank Ingo Kutsche hier:

Der Präsident des Bayrischen Triathlonverbandes sagte auf der Pressekonferenz vor dem Rennen: “Der Chiemsee Triathlon ist ein Aushängeschild für Bayern!” Das kann ich so unterschreiben! Geniales Rennen! Daumen hoch!

 

“Haste Scheiße am Fuß…

23 Jun

Haste Scheiße am Fuß!”

Dieser alten Fußball- Weisheit blieb ich – unfreiwillig – auch beim IRONMAN 70.3 Aarhus/ Dänemark treu. Immerhin steht nach großem Kampf am Ende mit Platz 8 immer noch ein recht ordentliches Ergebnis zu Buche.

Die ganze Geschichte:

Mit viel Vorfreude und Selbstvertrauen aus den sehr vielversprechenden letzten Trainingseinheiten fuhr ich am Freitag nach Dänemark, das mich typisch skandinavisch kühl und stürmisch empfing. Um nach der ca. 700km langen Fahrt den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, war der Test der Schwimmstrecke genau richtig: Das wunderbar klare Wasser der Ostsee hatte zu dem Zeitpunkt nur ca. 14 Grad.

Schon der Samstag verlief dann aber suboptimal. Die obligatorische kurze Radeinheit am Wettkampf-Vortag war schon nach 20km durch einen Platten im Scheibenrad vorbei. Ein Riss in der Reifenwand, da half auch die Dichtmilch nicht mehr sondern nur noch eine sündhaft teure Taxifahrt zurück ins Hotel. Ein neuer Reifen war dann aber schnell geklebt und ich sah es als gutes Zeichen im Rennen verschont zu bleiben.

Am Sonntagmorgen hielt das Wetter dann blauen Himmel, kühle Temperaturen und den gewohnt stürmischen Wind parat. Das Wasser hatte sich auf knapp über 16 Grad erwärmt (das kann durch den starken Wind und die Strömungen in der Aarhus Bucht sehr schnell gehen) und somit waren logischerweise auch die vollen 2km zu schwimmen.

Auf dem langgezogenen rechteckigen Kurs kam ich relativ schwer in Schwung und so ein richtiges Wassergefühl wollte sich nicht einstellen, dennoch kam gut vorwärts und führte eine Dreiergruppe an. Der Rückweg war durch den ablandigen Wind doppelt schwer zu schwimmen aber immerhin bedankten sich meine beiden Begleiter dann für meine Führungsarbeit und schwammen zumindest auf den letzten 500m vorneweg. Mit 2:50 min Rückstand auf den Superschwimmer Rasmus Petræus und ca. 2,5 min auf dessen ersten Verfolger war ich als 9. noch voll in Schlagdistanz und freute mich auf die Jagd über den Radkurs.

Nach dem langen Sprint durch die Wechselzone schwang ich mich aufs Rad und… rutschte auf der noch leicht feuchten Straße weg und legte mich erstmal auf meinen Allerwertesten. Kein Stress, dachte ich, wieder rauf und weiter. Dachte ich! Denn das Rad war so unglücklich gefallen, dass es den Lenker völlig verdreht hat. Fest genug angezogen war er definitiv, denn ohne die Schrauben zu lockern bewegte sich gar nichts.

Etliche erfolglose Versuche später saß ich resignierend und den Tränen nahe am Bordstein, denn ich hatte mittlerweile schon eine Menge Zeit verloren und etliche Konkurrenten vorbei ziehen sehen müssen. Auch Rufe nach Bike Support und Werkzeug waren nicht hilfreich. Allerdings wollten mich die Unmengen an Zuschauern nicht aussteigen lassen und schließlich fand sich jemand der extra für mich zu seinem Auto sprintete und mir den benötigten Imbus holte. Ich konnte es dann relativ zügig reparieren, wollte endlich los, konnte aber nicht, da sich die Kette auch noch unheimlich verklemmt hatte… Murphys Laws Nr. 1! Wie ich im Nachhinein bei der Auswertung des Garmin Computers sehen konnte, hat mich die gesamte Aktion reichlich 6 min gekostet!!

Dann endlich am Rad donnerte ich los und fuhr mir den Frust von der Seele. Auf den ersten ca. 25 km, wo einen der stürmische Wind meist direkt ins Gesicht blies, hatte ich ständig eine 4 als erste Ziffer auf dem Wattmesser stehen – wenn das mal gut geht. Ich konnte überraschend schnell den starken Radfahrer und super Läufer Mads Vittrup und auch einige andere Athleten ein und gleich überholen. 2012 war dieser noch schneller gefahren als ich, ich muss also gut unterwegs gewesen sein. Bis km 80 war es dann ein sehr einsames Rennen. Ich habe zwar nicht wirklich erwartet nach diesem riesen Rückstand Leute aus der Spitze einholen zu können, trotzdem war es äußert deprimierend. Langsam bekam ich etwas mein brutales Anfangstempo zu spüren, hielt die Geschwindigkeit aber trotzdem hoch. Die durchschnittliche Wattleistung war so hoch wie nie zuvor in einer Mitteldistanz. Die vielen technischen Passagen des Kurses nahm ich souverän aber ohne Risiko. Ca. 10km vor dem Wechsel sah ich dann sogar noch Rasmus Petræus vor mir und konnte mich auch hier gleich absetzen.

Schon beim Laufen durch die Wechselzone spürte ich deutlich, dass mein linker zweiter Zeh bei dem kleinen Sturz etwas abbekommen hat. Mein Wechselbeutel war dann zu allem Überfluss auch noch gut versteckt und ließ sich Zeit bis er sich zeigte Murphys Law Nr. 2.

Zu Beginn des Laufs hatte ich etwas über 30sec Rückstand auf den vor mir laufenden Platz fünf. Jetzt hatte ich mir es am Rad schon richtig gegeben, jetzt konnte ich also auch gleich weitermachen. Ich schlug ein hohes Tempo an und schob mich nach drei km bereits auf Platz fünf. Selber wurde ich aber mittlerweile auch von den starken Läufern Petræus und Vittrup gejagt. Körperlich ging es mir noch relativ gut, allerdings wurden die Schmerzen im Zeh mittlerweile immer stärker. Ende der zweiten von drei Runden habe ich mich dann leider auch meinen beiden Verfolgern beugen müssen. In der letzten Runde wusste ich dann teilweise nicht mehr wie ich mit dem linken Fuß auftreten sollte und konnte keinen sauberen Laufschritt mehr durchziehen. Trotzdem habe ich mich noch irgendwie in den Top8 ins Ziel gerettet…

Es überwiegt natürlich in erster Linie die Enttäuschung. Ohne den Zwischenfall hätte ich mit gesunden Füßen um die Plätze auf dem Podium mit gekämpft. Aber ein kleiner Stolz, das Rennen unter diesen Umständen noch so durchgezogen zu haben bleibt auch!

Und so versuche ich, auch wenn es sehr schwer fällt, das Positive mitzunehmen in die nächsten Rennen. Zumindest den Titel “Triathlon-Pechvogel des Jahres” kann mir wohl jetzt keiner mehr nehmen.

Noch ein paar Wörter zu Aarhus. Wie schon bei meinem ersten Besuch habe ich mich hier gleich wieder super wohl gefühlt. Die Menschen sind wahnsinnig sportbegeistert, man hatte das Gefühl das jeder Einwohner, der nicht selbst am Start war, lautstark die Athleten an der Strecke unterstützte.

Die Wettkampfstrecken sind herzlich aber hammerhart. Flach ist es so gut wie gar nicht. Wenn der Kraichgau das “Land der 1000 Hügel” ist, ist Aarhus das Land der 10 000 Hügel und so kommen auch hier, im ach so flachen Dänemark, 1000 hm auf der Radstrecke zu Stande. Auch auf der abwechslungsreichen Laufrunde durch Stadt, Stadion und Park ist es nur auf dem einem Kilometer auf der Küstenstraße flach.

Aarhus ist und bleibt eines meiner Lieblingsrennen, Ich mag Dänemark, deshalb komme ich zum KMD IRONMAN 70.3 Kronborg wieder.

 

Alle Jahre wieder…

16 Jun

Nach 2011 und 2012 habe ich mich auch dieses Jahr beim Saaletal Einzelzeitfahren unter die Radsportler gemischt. (2013 sind das Rennen wegen Baumaßnahmen und ich ja wegen Knochen-Baumaßnahmen ausgefallen ;)

Nach dem Extreme Man in Düren konnte ich mich sehr schnell erholen und den nächsten Trainingsblock für die kommenden Ziele starten. Dabei standen vor allem längere Läufe und Koppeltrainings im Vordergrund, wo ich auch wieder richtig Selbstvertrauen für die Laufform tanken konnte. 

Sozusagen den Abschluss des richtig harten Trainings vor dem nächsten wichtigen Rennen bildete gestern das Zeitfahren in Saaletal. Am Vortag standen noch 20 km Laufen, 4,5 km Schwimmen und Umzugshilfe mit jeder Menge Treppen steigen an. Vor allem davon spürte ich schon beim zügigen Lauf gestern Vormittag eine ordentliche Vor-Ermüdung. Am Mittag rollte ich dann die 15 km locker nach Salzmünde, was die Schenkel anscheinend wieder ganz gut lockerte. 

Denn auf der 30,5 km langen und wie immer stark windanfälligen schönen Strecke entlang der Saale, musste ich mich nur der mitteldeutschen ”Zeitfahrübermacht” Tino Beck knapp geschlagen geben. ;) Mit zufriedenstellenden 375 Watt im Durchschnitt verbesserte ich meine eigene Bestzeit dennoch um knapp eine Minute. Eine bessere Zeit habe ich wohl durch meine ziemlich verbremsten Wenden verschenkt … Aber Spass hat es trotzdem wieder gemacht!! 

Am kommenden Sonntag wird es nun wieder richtig ernst. Es geht zum IRONMAN 70.3 Aarhus in Dänemark. An das Rennen 2012, damals noch unter ‘Challenge’ Label, habe ich sehr gute Erinnerungen. Nachdem ich letztes Jahr ja leider verletzungsbedingt absagen musste, freue ich mich nun wieder auf ein heißes Rennen im kühlen Norden. Strecke und Klima liegen mir, einfach wird es bei der namhaften Konkurrenz um Jordan Rapp, Martin Jensen, Patrick Lange, Rasmus Petraeus uvm. aber definitiv nicht! 

Ziel? Dieses mal KEINE Extrarunden drehen und meine Leistung beim Laufen abrufen – dann sollte einiges gehen!!! ;) 

Dejavu in Düren

2 Jun

Denn wie schon wie vor zwei Wochen bin ich auch beim Extreme Man Düren vom “rechten Weg” abgekommen. Diesmal allerdings vollkommen schuldlos…

Die Bedingungen für ein schnelles Rennen waren absolut gegeben. Ich konnte nach Rimini weiter gut trainieren und reiste fit mit Enrico im Gepäck, der für eine perfekte Rundumbetreuung sorgte, nach Düren. Dazu ein super komfortables Hotel und stressfreie letzte Vorbereitungen… nur die Radstrecke konnten wir mangels Markierungen nicht richtig finden.

Schwimmen: ging im schönen und sauberen Dürener Badesee recht ordentlich. Allein an dritter Stelle liegend stieg ich 2min nach dem IRONMAN Weltmeister Frederik Van Lierde aus dem Wasser.

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Der Wechsel klappte prima und auch beim Radfahren kam ich gleich gut in Fahrt. Bis nach ca. 5km in einem Ort… ein Krankenwagen versperrt den Weg, ein Streckenposten fotografierte lieber anstatt mir den richtigen Weg zu weisen und zack fuhr ich gerade weiter an ein Stelle wo ich hätte rechts gemusst. Nach einer Weile vermisste ich Absperrungen und Menschen an der Strecke. Als mir dann auch noch ein Auto entgegen kam war mir relativ klar was passiert war. Kurz nachdem ich umgedreht bin, kam mir besagter Krankenwagen entgegen, der mir anscheinend nachgefahren war, und der Fahrer verriet mir den richtigen Weg.

In diesem Moment hätte ich am liebsten irgendwo randaliert wie Kevin Großkreutz im Hotel… aber da ich kein Fußballer sondern Triathlet bin, ging es mit mächtig Wut im Kessel weiter. Wieder auf Strecke fuhr ich auf die Gruppe, die hinter mir aus dem Wasser gekommen war, auf und mit einer Attacke direkt dran vorbei. Nur zwei Athleten, darunter ein Staffelradfahrer, konnten erstmal folgen.

Als nächstes ging es in den gut 10km langen, nach oben immer steiler werdenden und insgesamt drei mal zu fahrenden Anstieg in die Nordeifel. Dort machten die beiden Mitfahrer mächtig Druck. Nach dem höchsten Punkt folgte eine längere rasante Abfahrt mit sowohl High Speed Geraden als auch technisch schwierigen Abschnitten. Für mich also ideal, deshalb war ich danach auch mich allein gestellt. Nach einem längeren ebenen Abschnitt mit viel Wind, wo ich den bis dato Zweitplatzierten überholen konnte, ging es wieder in die neue Runde. In den Anstiegen investierte ich weiterhin sehr viel um dort nicht viel Zeit zu verlieren. Im Endeffekt vielleicht etwas zu viel…

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Denn das Laufen klappte mit 1:23h für den Halbmarathon leider wieder nicht so richtig wie ich mir das vorgestellt und wie ich auch trainiert habe. Muskulär war ich noch immer recht frisch und konnte gut einen Schnitt von 3:30-3:40 min/km auf der anspruchsvollen Strecke anschlagen. So vergingen die ersten beiden Runden auch noch ordentlich, allerdings hatte ich dann wieder mit Energieproblemen zu kämpfen und kam letztlich auf Platz 4 ins Ziel.

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Ursachen: Zu hohe Leistungen in den Anstiegen, dafür zu wenig zugeführt, recht kühle Temperaturen … ?!?

Das müssen wir uns in den Tagen nochmal gründlich durch den Kopf gehen lassen und beim nächsten Rennen dann hoffentlich besser machen!

Und zum Thema Großkreutz: Ich bin trotzdem BVB Fan! ;)

“Das Leben ist eine Ansammlung von Versuchen. Wenn alles was mir machen, immer 100%ig klappt, wie scheiße-langweilige wär das denn!”
Jürgen Kopp nach dem verlorenen Pokalfinale

 

Immerhin der Tag endete noch sehr schön mit einer tollen Sightseeing Runde durch Köln mit netten Menschen. :)

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Spontanstart in Gera…

18 May

… mit unglücklichen vierten Platz “belohnt”.

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Wettkampf ist das beste Training! Da ich erfahrungsgemäß immer ein paar Rennen bis zur Topform brauche, eine harte Belastung heute wieder gut passte und in Gera ein schöner sowie stark besetzter Wettkampf gleich um die Ecke war startete ich heute also beim Powertriathlon über die Olympische Distanz. Nach dem harten Rennen und unheimlich vielen Kilometern im Auto am vergangenen Wochenende versprach ich mir natürlich keine Höhenflüge.

Schwimmen findet beim Powertriathlon im Hofwiesen(Hallen-)bad auf der 50 m-Bahn statt, was angesichts nicht mal 10°C Außentemperatur und Dauerregen super angenehm war. Zusammen mit den 7 schnellsten Schwimmern auf Bahn 4 ging sofort die Post ab. Ich schnappte mir die Füße von “Mr. knapp 20 min”, der mir allerdings nach 200 m schon zu langsam wurde. Leider musste der Kollege noch eine ganze Weile neben mir randalieren und das Überholen erschweren, bis ich endlich vorbei kam. Ganz vorn stieg Bundesliga-Starter Maximilian Dietz nach nicht mal 17 min aus dem Becken. Ich konnte zwei Verfolger abschütteln und folgte 3 min später als fünfter. Wieder eine gute Einheit für mehr Schnelligkeit! ;) Zum ersten mal konnte ich übrigens den neuen Teflon-Einteiler von KEJANO ausprobieren. Sowohl im Wasser als auch draußen im Regen fühlte der sich einfach fantastisch an!!

Nicht anziehen dagegen konnte ich meine Armlinge am Rad, die waren einfach zu nass. Also ohne raus auf die Radstrecke. Ich fand schnell meinen Rhythmus und konnte überraschend hohe Wattwerte in den klatschnassen und extrem rutschigen Geraer Asphalt stampfen. Nach der ersten Runde allerdings trafen Unachtsamkeit meinerseits und Schläfrigkeit eines Streckenpostens zusammen und sorgten dafür, dass ich nicht wie vorgesehen, wieder rechts Richtung Bad fuhr, sondern geradeaus auf der Hauptstraße weiterdonnerte. Ich war wahrscheinlich noch von der idiotensicheren Streckenabsicherung in Rimini verwöhnt! ;)

Ich hörte den Helfer noch irgendwas brüllen, war mir aber nicht sicher was und ob überhaupt wegen mir… also erstmal weiter. Als mir aber die Führenden an etwa erwarteter Stelle nicht entgegenkamen, war klar: ja, er brüllte wegen mir weil ich falsch gefahren bin. Verdammt!! Irgendwas ist immer!

Mit viel Wut über mich selbst und die verlorenen wertvollen Minuten dampfte ich zurück und mit noch viel höheren Wattzahlen weiter über die richtige Strecke. An den Wenden und Kurven allerdings fuhr ich extremst vorsichtig um keinen Sturz zu riskieren.

Trotz allem noch mit der drittbesten Radzeit kam ich als vierter mit reichlich Abstand nach vorn und hinten zum zweiten Wechsel. Ehe ich die erfrorenen Füße in die Laufschuhe gequetscht hatte, verging etwas mehr Zeit als sonst! Die 10 km musste ich dann wie geplant nicht mehr am Limit laufen und konnte im flotten Schritt die anspruchsvolle aber schöne Laufstrecke sowie die, trotz des miesen Wetters tolle Stimmung, noch etwas genießen.

Jetzt folgt nochmal ein satter Trainingsblock um bei den kommenden großen Rennen die Platzierungen weiter zu verbessern!

Bis dahin! :)

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Sehr geehrter Herr…

12 May

“Mann mit dem Hammer” ,

Es war nett und lehrreich Sie vergangen Sonntag bei Kilometer 5 auf der Laufstrecke der Challenge Rimini kennengelernt zu haben.

Jedoch möchte ich meinerseits auf eine nähere Partnerschaft und weitere Treffen verzichten.

Ich hoffe auf ihr Verständnis,

Mit freundlichen Grüßen,

Ma Li

 

Die ganze Geschichte – kurz gefasst damit wir das schnell abhaken können:

Challenge Rimini, das bedeutet 2km Schwimmen im offenen Meer, anspruchsvolle und mit harten Anstiegen gespickte 92km am Rad und exakte 21.1km Laufen auf der Strandpromenade – ein wunderschönes Rennen in herrlicher Umgebung – das dementsprechend ein enorm starkes Starterfeld anlockte.

So auch mich! ;) Nach einem 12h-Roadtrip im “Race Vito” powered Mercedes-Benz Schloz und Wöllenstein Annaberg bin ich am Freitag Mittag mit Markus Hörmann an Board in Rimini gelandet. Die Reise war ein Genuss!

Vor dem ersten richtigen Rennen nach langer Zeit ein Ziel zu setzen war natürlich schwierig – zumal mir die Radstrecke mit ihren enorm steilen Anstiegen nicht wirklich entgegen kam und eher etwas für die italienischen Ex-Radprofis im Feld war. Dennoch wusste ich um meine solide und gute Vorbereitung bis dahin und nahm einen Top10 Platz ins Auge.

Das Schwimmen im Meer bedeutete für mich auch das erste mal Neo und Freiwasser dieses Jahr.  Der aquaman ART bereitet mir da allerdings keine Probleme. Anziehen und wohlfühlen! Trotzdem bin ich das Schwimmen sehr defensiv angegangen, wohl noch aus etwas wenig Vertrauen in mich selbst. So war eine gute Gruppe leider weg und ich auf mich allein gestellt. Im Endeffekt war es trotzdem noch ganz ordentlich.

Nach einen gefühlt ewigen Lauf über den Strand und durch die lange Wechselzone bis zu meinem Rad klappte der erste Wechsel sehr gut. Auf meinem Brothers N1 fand ich dann schnell in meine Wettkampfpace rein und es begann das lustige Spielchen kleine Gruppen einzuholen und wegzufahren. In den steilsten Anstiegen musste ich natürlich regelmäßig an mein Limit gehen, spätestens in den Abfahrten konnte ich durch meine Fahrtechnik entscheidende Lücken reißen.

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Nach ca. 20km kam Cigana in einem Anstieg vorbei. In diesem Moment hatte ich keine Chance mitzugehen. So war ich leider auch auf der Radstrecke fast komplett auf mich allein gestellt.

Als 10. kam ich schließlich zum zweiten Wechsel und spürte, dass die Beine trotz der heftigen Radleistung noch recht frisch waren. Ein solider Halbmarathon sollte diese Platzierung eigentlich halten. Doch erstens kommt es anders… und so!

Ich konnte zunächst ein flottes Tempo anschlagen und fühlte mich gut. Nach dem ersten Wendepunkt bei 3,5km merkte ich aber schon dass mir irgendwie der Saft ausging. Nach 5km dann traf ich besagten Mann mit dem Hammer. Totaler Hungerast, in dem Moment wurde mir beinahe schwarz vor Augen. Die schwüle Hitze auf der Promenade tat ihr übriges.

Ich pausierte kurz, zwang mich dann aber zumindest erstmal weiter zu gehen. Mein Körper hätte sich am liebsten flach auf den Boden gelegt, aber für den Kopf war aufgeben diesmal keine Option! Im Gehen-Joggen Wechsel ging es zur nächsten Verpflegungsstation, wo ich so viel Cola wie möglich trank. Nach 11km etwa schien der Zucker angekommen und meine Fortbewegungsfom war wieder als Laufen zu erkennen. So konnte ich immerhin zwischen den Verpflegungsstellen ein 4min/km-Tempo anschlagen und mich nach 1:35h Hölle noch als 22. ins Ziel retten.

Lektion gelernt. Haken dran und Blick nach vorn. Zum Extreme Man Düren am 1. Juni.

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É fantástico em Portugal…

12 Mar

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Das brauche ich wohl nicht übersetzen… Zwei perfekte Wochen Trainingslager in Portugal liegen hinter mir. Am Sonntag bin ich braun gebrannt und austrainiert wieder in Leipzig gelandet und habe das warme Wetter gleich mit gebracht.

Dass ich da schon nicht ganz “unfit” hin geflogen bin, hat uns eine Leistungsdiagnostik bei Ben im RESOURCE Institut in Hettstedt, ein paar Tage vor der Abreise gezeigt. Auf dem Rad bin ich in neue (Watt-) Sphären eingedrungen und brachte schon vor dem Trainingslager mächtig Druck aufs Pedal. Die harte Arbeit im Winter, stundenlange effektive Einheiten auf der Rolle haben sich bezahlt gemacht!

Doch warum eigentlich Portugal? Als Triathlon-Trainingslager-Domizil ist die Algarve ja nicht wirklich bekannt.

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Ich habe diesen schönen Flecken Erde zum ersten Mal 2011 mit den kessen Sachsen, wo wir uns nahe Olhão niedergelassen hatten, kennen gelernt und war damals schon begeistert. Jetzt waren wir ca. 100 km weiter östlich in Portimão, direkt an der Küste, und ich war noch mehr begeistert. Klar, es gibt keine auf Triathleten spezialisierten Hotelanlagen mit “Trainingslager-all-inklusive-Paket” wie auf den Kanaren oder Mallorca. Aber wenn man selbst organisiertes Reisen mag dann wird auch die Algarve zu einem perfekten Trainingslager-Ort.

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Manchmal dann auch erst auf den zweiten Blick. Zum Radtraining mussten wir von unserem Apartment aus erst ca. 15 min durch die 40.000-Einwohner-Stadt bzw. durch einen Randbezirk fahren, ehe wir ins auf nahezu autofreien Straßen im Hinterland austoben konnten. Auf den ersten Blick nicht sehr reizvoll, beim Fahren allerdings völlig entspannt, selbst im Berufsverkehr. Ich habe bisher nirgendwo so rücksichtsvolle und relaxte Autofahrer erlebt. Da gibt es kein Drängeln, Hupen oder Schneiden, wenn nicht ausreichend Platz zum Überholen vorhanden war, blieben sie halt dahinter und ließen sich nicht stressen. In zwei Wochen bin ich in nicht eine kritische Situation wegen einem Autofahrer gekommen. Schön wenn das überall so wäre…

Dazu gibt es in der Stadt nahezu keine Ampeln. Die größeren Straßen sind vierspurig und fast jede Kreuzung über einen Kreisverkehr geregelt. Der Verkehr rollt und auch mit dem Rad kann man entspannt mitrollen.

Im Hinterland zeigt sich dann das eigentliche Paradies für Radfahrer. Kaum befahrene Straßen aller Schwierigkeitsgrade in zum Großteil sehr ordentlicher Qualität durch malerische und farbenfrohe Landschaft, durch Hügel, Berge und am Meer… was willst du mehr? ;)20140224_143437

Nun etwas mehr Sonne vielleicht. Denn wenn etwas nicht nahezu perfekt ist an der Algarve, dann vielleicht das Wetter, welches sich gerne einmal launisch und wechselhaft präsentiert. Eine Regenjacke sollte sich immer in der Trikottasche befinden, denn verlässlich sind nur der straffe Wind und die milden Temperaturen. Welche dann wiederum auch ein paar Tropfen erträglich machen. Also alles nicht so wild und in zwei Wochen bin ich auch nur einmal wirklich nass geworden. Und mir persönlich ist es lieber durch eine grüne und blühende Landschaft zu fahren, die den Regen nun mal braucht, als bei ständiger Trockenheit durch eine Wüste zu kurbeln. ;)

Schwimmen? Geht auch! Nicht in der hoteleigenen Anlage sondern in einem der zahlreichen Hallenbäder. Wir sind immer in das ca. 15 km nahe gelegene Städtchen Silves gefahren, wo in einer super modernen Halle mit acht 25m-Bahnen, jedes mal, jeder mindestens eine Bahn für sich alleine hatte. Auch wenn in einem Trainingslager mit dem Schwerpunkt Rad, das Schwimmen etwas im Hintergrund steht, konnte ich dennoch ein paar satte Einheiten absolvieren und auf kurzen Bahn gut an der Schnelligkeit arbeiten.

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Fehlt noch? Laufen! Geht ja bekanntlich überall. So konnten wir von unserer Apartmentanlage weg verschiedene Wege einschlagen. Direkt an der Küste entlang im ständigen auf und ab über Trails, in die andere Richtung über die Promenade an der Praia da Rocha zum großen und schicken Yachthafen oder die für mich schönste Strecke über eine kleine Straße ins Naturschutzgebiet von Alvor um dort über feste Sandwege und Holzstege zu flitzen. Auch im Laufen läuft es wieder rund und locker flockig. Meinen “Frustspeck” vom letzten Jahr bin ich wieder los und jetzt nehmen auch die Kilometerzeiten konstant ab!

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In reichlich zwei Wochen werde ich daher beim Heineparklauf in Rudolstadt einmal schauen was die Beine über 10 km hergeben! Danach werde ich mir den einen oder anderen Duathlon geben bevor es am 11. Mai beim Stadttriathlon München kurz und knackig das erste Mal über alle drei Disziplinen geht. Dann ist der Ironman 70.3 St. Pölten als erstes Highlight geplant.

Eins noch: Trainingslager alleine? Für einige vielleicht etwas unverständlich. Doch streng nach dem Zitat eines gewissen S. Kienle- “Im Trainingslager wird nicht geredet sondern gearbeitet!” – habe ich meine Einheiten nach Plan und ohne zu reden durchgezogen. Im Triathlon bin ich auch auf mich allein gestellt und muss in aller Regel allein gegen den Wind fahren. Und für ausreichend Motivation sorgt bei aller Anstrengung und Schmerzen die das Training mit sich bringen, allein schon der Gedanke dass ich gesund den vielleicht härtesten aber auch besten Job der Welt machen darf!

Und eine der wichtigsten Personen in meinem Umfeld war ja dabei. Mein guter Freund und Physiotherapeut Enrico hat nicht nur für perfekt gebratene Frühstückseier sowie ausreichend Spaß und Lacher in der trainingsfreien Zeit gesorgt, sondern mit seinen gezielten Behandlungen auch dafür dass mein Bewegungsapparat geschmeidig und beschwerdefrei geblieben ist. Nicht nur im Trainingslager ist ein guter Therapeut enorm wichtig und einfach Gold wert. DANKE für deinen unermüdlichen Einsatz!!!

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So geht’s weiter…

19 Dec

  Nach langer Schreib-Abstinenz gibt es nun wieder ein paar frische Zeilen auf meiner Seite zu lesen.

Das, für mich, sportliche Seuchenjahr 2013 liegt in seinen letzten Zügen. Trotz allem kann ich ein paar positive Dinge mit in die Zukunft nehmen. Am Anfang der Saison war ich nach langer Trainingsphase in Top Form und zeigte, dass die harte Arbeit mir meinem Trainer Ben Reszel gut funktioniert hat und auch in Zukunft gut funktionieren wird.

Außerdem hat sich, vor allem durch gute Zusammenarbeit mit Alun Woodward in Fuschl, mein Schwimmen deutlich verbessert. Nach meinem Schlüsselbeinbruch war der Schultergürtel logischerweise am längsten eingeschränkt und trotzdem war meine Schwimmform schnell auf höherem Niveau als vorher. Nach Videoanalyse und etwas Technikarbeit konnten wir zwei, drei wichtige Fehler korrigieren und plötzlich ging alles viel einfacher! ;) Durch perfekte Schwimmbedingungen in Halle (Saale) kann ich derzeit weiter fünf bis sechs mal in der Woche an der Form feilen und mich nächste Saison hoffentlich sicher in der ersten Gruppe platzieren!

Dank der Unterstützung von GARMIN Österreich kann ich seit Oktober 2013 auch endlich auf wattgesteuertes Training setzen, was mich, und Zahlenmeister Ben umso mehr, freut! ;) Ab einem gewissen Niveau ist Wattmessung meiner Meinung nach unerlässlich um sich beim Radfahren weiter zu entwickeln. Es ist einfach die effektivste und zielgenauste Methode das Training zu steuern. Bei GARMIN nennt sich das System übrigens VECTOR. Es besteht aus zwei LOOK-kompatiblen Pedalen und zwei Sendern, die mit den Pedalen an die Kurbelarme geschraubt werden. Dazu ein drahtloser ANT+ fähiger Empfänger am Cockpit (bei mir GAMRIN Edge 500) und fertig. Montage und dadurch auch der Wechsel zwischen verschiedenen Rädern ist so kinderleicht und schnell. Auch die Funktion ist perfekt. Nach mittlerweile knapp drei Monaten im Dauereinsatz hab ich keinen einzigen Ausfall oder eine Störung zu verzeichnen. Dass auch die Genauigkeit super passt, zeigen mehrere Tests am Referenzgerät für Leistungsdiagnostiken Cyclus II. Ich kann VECTOR also guten Gewissens uneingeschränkt weiterempfehlen! Übrigens: Bei einem Aufenthalt im Hotel Mohrenwirt gibt es ab sofort die Möglichkeit den VECTOR und weitere GARMIN Geräte zu testen.

Wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat, hat sich auch an meinen zweirädrigen Arbeitsgeräten etwas getan. Im August habe ich die Chefetage von BROTHRS Bikes aus Wackersdorf in der Nähe von Regensburg kennen gelernt und kurze Zeit später saß ich als einer der ersten auf der neuen, komplett eigenständig entwickelten Zeitfahrmaschine N1 (Nice One!) und durfte diese bis zum Ende der Saison ausgiebig testen. Schnell war klar: Das Rad ist genial, steif und schnell, und wollte unbedingt auch in der kommenden Saison von mir gefahren werden! ;) Demzufolge wird mich BROTHERS Bikes als ab sofort Sponsor begleiten! An dieser Stelle schon mal ein großes DANKE, dass ihr mir in der schwierigen und nicht von großen Erfolgen geprägten Phase euer Vertrauen geschenkt habt!

Neben dem Zeitfahrrad N1, werde ich auf dem Black Bike unterwegs sein: Image

Die Schalt-und Bremszüge sind im Rahmen verlegt, was nicht nur schön aussieht und vor Verschmutzung schützt, sondern bei einigen Rädern, die ich kennen gelernt habe, bei der Montage gerne auch für Schwierigkeiten sorgt. Nicht aber beim Black Bike, die Zuführung sitzt perfekt, die Funktion ist reibungslos.

Gleich auf den ersten gefahrenen Metern, fiel der enorme Vortrieb auf. Durch den sehr leichten, streifen und direkten Rahmen will das Rad einfach immer wieder beschleunigen. Trotzdem ist es nicht extrem hart und buckelige Straßen werden nicht zum Albtraum! Test bestanden! Setzen!

Jetzt werden einige denken ‘klar, der wird von denen gesponsert, der muss so was schreiben!’ Nun, ich hatte von August weg 3 Monate Zeit das N1 in Training und Wettkampf zu testen. Hätte es mich nicht voll überzeugt, würde ich es nicht weiter fahren. Und hätte ich etwas am Black Bike zu kritisieren, würde ich gar nichts darüber schreiben. Von daher darf mein Test, ruhig als objektiv betrachtet werden! ;) Wer sich näher für BROTHERS interessiert, oder mal testen möchte, darf mich gern kontaktieren.

Wie es sonst an der Sponsorenfront aussieht, das werde ich nach Weihnachten einzeln hier vorstellen. Die Partner, die jetzt unter Support zu sehen sind, sind in jedem Fall dabei… :)

Unter “What’s up” ist übrigens auch schon die vorläufige Planung für die kommende Saison zu sehen.

1476313_690750697625132_381807742_n In diesem Sinne: Frohe Weihnachten ;)

Die letzten Wochen…

17 Sep

… waren, wie die gesamte Saison 2013, sehr schwierig für mich. Mondseeland Triathlon (Platz 10) und Challenge Walchsee (DNF) fielen nicht nur wetter-technisch, sondern, für mich, auch sportlich total ins Wasser. Ich habe es versucht, gekämpft und alles gegeben, aber leider waren 5 Wochen richtiges Training zu wenig um nach der langen Verletzungspause wieder in Topform zu kommen.

Aber auch das ist Triathlon und macht deutlich, wie viel lange und harte Trainingsarbeit hinter jedem guten Ergebnis steht. Es gibt keine (legalen) Abkürzungen!

Am Wochenende nach Walchsee stand dann der Doppelwettkampf-Tag für die King-Challenge am Wolfgangsee an. Doch die Nachricht, die ich am späten Samstagabend erhielt, ließ jedes sportliche Ergebnis, weit in den Hintergrund rücken. Ich denke, mittlerweile hat jeder, der sich etwas für Sport interessiert, bzw. auch einfach nur Nachrichten liest, vom Tod des Leipzigers Thomas Tittel bei der Cross Triathlon Europameisterschaft am Samstag, 07.09., erfahren.

mali4Ich starrte auf meinen Handybildschirm, zitterte am ganzen Körper und konnte es absolut nicht fassen. In diesem Moment ist der Tod so unheimlich nah. Am Dienstag vorher, waren wir noch zusammen Mountainbiken. Er war sehr gut drauf, wie immer ein witziger und gut gelaunter Zeitgenosse und war absolut happy, mit seiner jungen Familie, diese Woche im schönen Salzkammergut zu verbringen.

So war dann auch sein Blog über die Runde zu lesen:

http://thomastittel.blogspot.de/2013/09/wie-aus-einer-runde-locker-kurbeln-3.html

REST IN PEACE TOM!!!

Und hier wird, denke ich, noch immer jede Hilfe benötigt:

http://www.triteamm.de/unterstutzung-fur-die-familie-von-thomas-tittel/

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Und als ob das nicht genug wäre, mussten wir auch erfahren, dass Camilla Pedersen, nach einem Unfall schwer verletzt ins künstliche Koma versetzt wurde. Ich habe Camilla letztes Jahr in Aarhus kennen gelernt und bei uns im Mohrenwirt wieder getroffen – eine ganz liebe und symphatische Sportlerin, der ich nun von Herzen alles alles Gute für eine komplette Genesung wünsche!!!

Wie schon gesagt, rückt, neben diesen Nachrichten, das Sportliche natürlich weit in den Hintergrund und auch beim Schreiben dieser Zeilen läuft mir noch ein kalter Schauer den Rücken herunter.

Trotzdem muss das Leben weiter gehen! Immerhin konnte ich mit den Ergebnissen in den letzten beiden Rennen, den Umständen entsprechend zufrieden sein.

Bei der Wolfgangsee-Challenge verteidigte ich meinen King-Titel und nur eine Woche später erkämpfte ich mir beim ultra-harten Triathlon 111 Attersee-Salzkammergut einen ehrlichen vierten Platz! Kleine Schritte auf dem Weg zurück zum großen Triathleten…

Die Radstrecke am Attersee führte übrigens auch an der Stelle, meines schlimmen Unfalls vorbei. Diesmal souverän und unfallfrei.

Jetzt werde ich Körper und Geist ein paar Wochen Erholung vom großen Sport gönnen und dann aber relativ bald mit der Vorbereitung für 2014 beginnen. Die Ziele sind gesteckt, der Saisonplan beginnt zeitig und ist mit tollen Rennen gespickt! Dazu aber später mehr…

Was mir aber gleich noch sehr wichtig ist: DANKE zu sagen! DANKE an meine tolle Familie, meinen fantastischen Coach, aka Koootsch, die besten Freunde sowie Sponsoren und Partner die mich auch in dieser schwierigen Saison so gut es ging unterstützt haben!!!  DANKE! GRAZIE! THANK YOU! MERCI! KÖSZI! ;)

 

 

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